Der Rubel rollt

17:36 Uhr – Alle Weihnachtsgeschenke sind längst besorgt und gebastelt, der Kühlschrank ist voll und die Schränke ebenso. Um bei herrlichem Schneegeflocke trotzdem ein Ziel zu haben, das einem auf dem Weg dorthin ein bisschen frische Luft verschafft, war ich Lottospielen. Folgerichtig heißt das natürlich, dass ich noch heute Abend, in guten zwei Stunden, mehrfacher Millionär bin. Einfach so, weil ich an diesem Samstag vor der Bundesligaübertragung nichts mit mir anzufangen wusste.

Jetzt ist Lottospielen ja gar nicht so einfach, wie man vielleicht denkt. Ja, das normale Lotto mit sechs aus 49 vielleicht schon. Aber man kann ja noch viel mehr ankreuzen auf den hübschen rot-gelben Zettelchen. Und das habe ich in meiner Euphorie natürlich komplett alles angekreuzt. Wenn man schon mal das Glück auf seiner Seite haben wird, dann kann man das ja ausnutzen. Superzahl, Spiel 77, Super 6, Glücksspirale – da bin ich überall dabei, auch wenn ich nicht genau weiß, was das alles ist.

Für mich selbst und für euch möchte ich aber etwas Licht ins Dunkel bringen:

Lotto 6aus49
Man kreuzt sechs von 49 Zahlen an und hofft, dass diese dann von der Losfee gezogen werden. Dazu gibt es noch eine Superzahl, die man aber nicht ankreuzen kann, weil die schon fest auf dem Spielschein vermerkt ist. Ich werde heute also zum einen den Beweis antreten, dass man auch mit ankreuzen der Zahlen eins bis sechs erfolgreich sein kann und außerdem 8 Millionen Euro abräumen (mit einer Wahrscheinlichkeit von 1:140 Millionen).

Spiel 77
Auch die siebenstellige Gewinnzahl des Spiel 77 befindet sich bereits auf dem Lottoschein. Leicht verdientes Geld also, man muss nichts weiter tun. Ich habe noch nicht rausgefunden, wie die Gewinnzahlen ermittelt werden. Es scheint aber nicht nur wichtig zu sein, die richtigen Zahlen zu haben, sondern auch die richtige Reihenfolge – von rechts her gelesen. Bei absoluter Übereinstimmung gewinnt man mindestens 177.777 Euro (Wahrscheinlichkeit: 1:10 Mio), allerdings kann es auch mehr werden, wenn bei der vorherigen Ziehung nicht alles ausgeschüttet wurde oder besonders viel einbezahlt wurde. Leider lässt es sich nicht herausfinden, wie viel heute im Jackpot liegt. Ich bin mal pessimistisch und plane nur den Minimalgewinn von 177.777 Euro ein.
In Anbetracht der Benennung dieser Lotterie frage ich mich jedoch schon, warum es nicht konsequenterweise 777.777 Euro zu gewinnen gibt. Oder wenigstens 77 Millionen.

Super 6
Interessanterweise spielt man hier mit der gleichen Gewinnzahl wie im Spiel 77, allerdings nur mit den letzten sechs Stellen (also den ersten sechs Stellen von rechts). Auch hier ist die Reihenfolge wichtig. Der Hauptgewinn bei totaler Übereinstimmung liegt immer bei 100.000 Euro (bei einer Wahrscheinlichkeit von 1:1 Mio), da kauft man die Katze wenigstens nicht im Sack.

GlücksSpirale
Die Gewinnzahl für die Glücksspirale ist jetzt interessanterweise wieder genau die gleiche wie beim Spiel 77, auch alle sieben Stellen. Diese Abfolge von Zahlen muss man einfach nur erwischen (Wahrscheinlichkeit: 1:5 Mio) und schon hat man den Hauptpreis, der allerdings keine einfache Geldauszahlung ist, sondern eine monatliche Rente von 7.500 Euro bis ans Lebensende. Irgendwie kann es wohl auch sein, dass man doch einen Batzen Geld auf einmal bekommt, aber ich verstehe nicht, wann das so ist. Falls man sich entscheiden darf, würde ich mich für die Sofortrente entscheiden, da ich ja aus den anderen Spielformen schon mit einem beachtlichen Grundgewinn rechnen darf. Um das etwas abzuschätzen, möchte ich aber natürlich – hochwissenschaftlich – die zu erwartende Summe der Rente ermitteln. Laut Statistischem Bundesamt werde ich (westdeutscher Mann, Jahrgang 1987) 78 Jahre alt, mein statistisches Ableben ist für den 18. Dezember 2065 eingeplant. Gehen wir von einer ersten Auszahlung im Januar 2018 und einer letzten im November 2065 aus, sind das immerhin noch 563 Monate und damit insgesamt immerhin rund 4,2 Millionen Euro.

So. Das macht dann summa summarum  12,5 Millionen und ein paar Zerquetschte. Läuft bei mir.
Wie anfangs erwähnt, sind die Weihnachtsgeschenke für dieses Jahr schon gekauft. Es macht also überhaupt keinen Sinn mehr, sich jetzt noch besonders bei mir einzuschleimen. Tut mir Leid.
Jetzt lege ich mich aufs Sofa unter meine orangene Wolldecke und genieße meine letzten 104 Minuten als armer Schlucker. Nach der Auslosung schaue ich mir ganz ruhig die Tagesschau an und dann fahre ich zu Real, um mir mal was zu gönnen. Das wird fein.

Zwickl Zwackl

21:27 Uhr – Zum selbst rausgebackenen Pizzaleberkäs kommt man um ein Schlückchen Bier ja fast nicht rum. Heute war eines fällig, das ich schon seit einiger Zeit auf der Liste habe. Nämlich seit ich es auf einer ganzseitigen Werbeanzeige in einer Fußballzeitschrift entdeckt hatte: Das Paulaner Zwickl. Sehr schick kommt es daher, dieses neue Werk von Paulaner: In der braunen, etwas gewöhnungsbedürftigen 0,4 Literflasche mit sehr, sehr schlichter weißer Aufschrift. Eine weitere Besonderheit scheint mir zu sein, dass die Flasche kein Etikett hat, sondern das Weiße direkt auf das Glas aufgebrannt ist. Hübsch getreu dem Motto „weniger ist mehr“ (so kam wohl auch jemand auf die Idee nur 0,4 Liter abzufüllen).

Im Glas ist das naturtrübe Kellerbier schön goldgelb und besticht durch viel festen Schaum. Bei so vielen optischen Superlativen hatte ich dann doch etwas Angst, dass es geschmacklich eine Enttäuschung werden könnte. Doch schon die erste Geruchprobe hat mich wieder zuversichtlich gestimmt: Ein leichter Hauch von Hopfen in der Nase, sehr angenehm.

Der Hopfen wird beim Probieren sogar noch intensiver, im ersten Moment sogar leicht süßlich, dann schnell angenehm herb. Dabei ist das Paulaner Zwickl recht vollmundig, nichts stört – ein sehr gutes Bier. Auch der Nachgeschmack bleibt erfreulich hopfig, sodass mir nach den ersten Schlücken ein gedankliches „das ist echt geil“ entglitten ist.

 

Brauer sucht Frau

21:08 Uhr – Montagabend, Sofa, Bauer sucht Frau in der Glotze. Da passt doch ein Franz Josef aus dem Hause Hopfmeister schon rein namentlich ideal. Ein unfiltriertes Helles aus München, das schon rein optisch richtig Lust macht: Das Etikett ist flächig weiß mit blauen Akzenten und zeigt den Biernamen in großen, braunen Buchstaben. Außerdem sitzt da ein kleiner Hund. Ob das wohl Franz Josef ist?

Noch schöner als die Flasche ist allerdings das Bier im Glas. Goldgelb, hell aber trüb. Dazu versprüht es einen feinen, zitrusfruchtigen Geruch in Richtung Grapefruit. Dieser starke Zitrusgeruch ist im Mund kaum mehr zu finden, ganz leicht kann man noch etwas abgestandene Zitrone herausschmecken, ansonsten fällt auf, dass das Franz Josef leider etwas wässrig daherkommt. Die angenehme Herbe dagegen passt gut zur leichten Frische. Auch wenn sich „abgestanden“ und „wässrig“ jetzt natürlich eher schlecht anhört, muss ich sagen, dass das kritisieren auf hohem Niveau ist. Insgesamt ist das Helle nämlich wirklich ein sehr gutes, interessantes Bier.

Ob Pils oder Export – Hauptsache Urtyp

20:59 Uhr – In Köln rollt seit 8 Minuten der Ball zwischen Deutschland und Frankreich. Aber ich kann ja nicht schon wieder Kölsch trinken. Darum gibt es heute was aus dem Allgäu: Das Allgäuer Urtyp Export aus dem Allgäuer Brauhaus Kempten. Schön verpackt in der Halbliter-Bügelflaschen mit kunstvollem, rotgoldenem Etikett, laut dem dieses Bier „unser Traditionsbier“ ist. Nun dann.

Im Glas schimmert das Urtyp golden, es hat einen stabilen aber luftigen Schaum. Ein Bild von einem Bier. Erst kann man einen leicht süßlichen Bierduft erahnen, der verfliegt aber sehr schnell, dann hat das Export kaum mehr einen Geruch. Im Mund ist es ziemlich herb, fast schon bitter und – ich weiß gar nicht, ob Bier das sein kann – trocken. Der Nachgeschmack ist bitter, knapp an der Grenze zu unangenehm. Irgendwie kann ich es kaum glauben, dass das ein Export-Bier sein soll, bei einer Blindverkostung hätte ich es garantiert zum Pils erklärt.

Ob nun Pils oder Export – ein besonders gutes Bier ist der Allgäuer Urtyp mit 5,3 Prozent Alkohol leider nicht.

Alaaf seit 1904

11:11 (ungefähr) – Für die eine Hälfte ist es der Martinstag, für die andere Hälfte ist es Hellau, Hooorig, Alaaaaf und Schrääää und Wo hocket dr Frosch. Und Brrrrrrr. Und da Köln nun mal eine der Karnevalshochburgen ist, gibt es heute ein Klösch. Nicht, dass ich noch nie Kölsch getrunken hätte. In meinen Monaten in Köln habe ich sogar versucht, mich den örtlichen Trinkgewohnheiten anzupassen und ich bin ohne Schaden wieder aus Köln weg. Beim Bonaparte-Konzert gab’s übrigens Desperados.

Die Dose, in der dieses Früh Kölsch aus dem Cölner Hofbräu Früh verpackt ist, ist diagonal rot-weiß gestreift, das Logo ist auch rot-weiß mit ein bisschen gold. Die Stadtfarben von Köln sind rot und weiß. Das Sympathische an dieser Gebindeform ist ja, dass ein halber Liter reinpasst – also nicht nur die in Köln übrige Probierportion. Für mein heutiges Vorhaben hätte natürlich eine Probierportion genügt.

Im Glas ist das Kölsch klar und goldgelb, es hat einen dichten Schaum und versprüht direkt angenehmen Bierduft. Im Mund ist es leicht herb, von dieser Herbe bleibt im Abgang aber fast nichts. Der Nachgeschmack ist sogar eher süßlich, ohne malzig zu sein. Insgesamt, so komisch das klingt, würde ich sagen, dass das Früh einfach ordentlich nach Bier schmeckt. Leicht herb, nicht zu schwer aber auch nicht wässrig. Das ist sehr angenehm und nicht zu verachten. Durchaus vorstellbar also, mit diesem Getränk eine Prunksitzung durchzustehen. Wenn da nicht das Problem mit den kleinen Gläschen wäre.

Wenn wir schon beim Thema Köln sind: Ruhe in Frieden, Jupp! Du warst sowatt von romantisch.

Original kühl

21:54 Uhr – Auf dem Weg nach Zürich habe ich letzte Woche auf der Durchfahrt in Österreich bei einem Hofer (Alpen-Aldi) Stopp gemacht und mich bei der Gelegenheit nicht lumpen lassen und mir eine kleine Auswahl an Bieren eingepackt. Beginnen möchte ich heute mit der Verkostung einer Flasche Kühles Blondes Original Bier, das die Wiener Ottakringer Brauerei exklusiv für Hofer braut und in ein grünes 0,33 Liter-Einwegglasfläschchen verpackt. Die Temperatur in den Namen zu packen ist auf jeden Fall ein schlauer Schachzug. Kurz habe ich überlegt, ob das blöd ist, weil das Bier ja nicht von Haus aus kühl ist. Aber Glühwein steht ja auch nicht heiß im Weinregal.

Beim Einschenken macht sich aber direkt ein bisschen Ernüchterung breit: Es sieht sehr dünn aus, bildet überhaupt keinen Schaum und riecht außerdem süßlich und eigentlich nicht nach Bier. Naja. Ganz so schlimm ist es dann nicht. Eine leichte Süße bleibt aber, sodass man sich erst vergewissern muss, ob das wirklich kein Radler ist. Nein, nur Wasser, Gerstenmalz, Hopfen und Hopfenextrakt und 5,0 Prozent. Kein Radler. Auch nach mehreren Schlücken (ich hab im Duden geschaut, „die Schlücke“ ist der korrekte Plural von „der Schluck“, wobei eher „die Schlucke“ empfohlen wird) wartet man vergebens auf irgendein geschmackliches Signal oder einen Hauch von Bitterkeit. Nichts.

Das Schöne ist: Gegen dieses Bier kann wohl niemand was haben. Es ist absolut massenkompatibel und auch für Nicht-Biertrinker geeignet. Wie schon das Easy kann man also eigentlich nicht viel falsch machen, wenn man ein mildes, süffiges Bier für einen sonnigen Tag sucht. Vermutlich ist das auch genau das, was Hofer verkaufen möchte. Und das alles pfandfrei.

Grillen an der Isar

20:23 Uhr – So, da bin ich wieder und lasse das sehr lange Wochenende mit einer kleinen Bierprobe ausklingen. Das Easy von Crew Republic steht heute auf dem Plan. Die Flasche fällt durch sehr hippes, schwarz-gelb-weißes Design auf, was eher an Limo oder Energydrink erinnert. Dazu trägt auch das Männchen auf Deckel und Halsetikett bei: Kapuzenpulli, kurze Hose, Chucks, Sonnenbrille. So stellt man sich in Unterschleißheim den Biertrinker von heute vor.

Das Bier ist goldgelb und recht klar, es riecht bitter nach Zitrusfrüchten. Nach Zitrusfrüchten schmeckt es dann auch, aber sehr angenehm fruchtig bis hopfig herb, ohne süß zu sein. Malz lässt sich nicht erahnen. Insgesamt ist es leider etwas dünn im Geschmack, sodass man absolut gar nichts Schlechtes über das Easy sagen kann, aber so richtig vom Hocker haut es einen halt auch nicht. Ganz sicher ist es ein tolles Sommerbier, und das ist ja auch laut Beschreibung seine eigentliche Bestimmung: „Grillen an der Isar, Relaxen mit Freunden, Sonnetanken in der Bergen“ – ja, da kann man mit diesem Getränk eigentlich nicht viel falsch machen.

Blonde Belgierin

20:18 Uhr – Belgische Biere gelten ja auch als begehrenswert, ich habe allerdings noch nicht so arg viele davon probiert. Heute ist aber eines fällig, auf das ich mich schon eine ganze Weile freue: Das Ename Blond Abdijbier der Brauerei Roman. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht so ganz, was es mit dem Kloster (gibt’s nicht mehr?), dem Bier (gibt’s ja noch), der Französischen Revolution (gab’s) und dem Fluss Scheldt (gibt’s auch noch) auf sich hat. Der Text auf dem Etikett ist sehr klein. Und auf einer witzigen Phantasiesprache geschrieben. Ansonsten ist das Etikett der 0,33 Liter Steini-Flasche schwarz, weiß und orange und passt damit hervorragend in mein Wohnzimmer. Außerdem ist darauf ein stilisierter Mönch mit weißer Kapuze zu sehen, der seine Nase in einen riesengroßen Bierkelch steckt. Anno 1063 soll das so stattgefunden haben.

Nun aber zum Wesentlichen: Schon beim Einschenken fällt auf, dass das Bier viel Kohlensäure hat und ordentlich schaumt. Zudem steigt einem direkt ein angenehmer Zitrusgeruch in die Nase. Diese Zitrusherbe bestätigt sich auch im Mund, wo das Blonde mild, rund und erfrischend schmeckt. Der Nachgeschmack ist ganz leicht herb und malzig, aber insgesamt sehr schwach. Ein sehr erfrischendes, schmackhaftes Bier, da könnte man fast übersehen, dass das Abdijbier trotz seiner hellen Farbe stolze 6,6 Prozent Alkohol hat. Fein, Oudenaarde scheint eine Reise wert zu sein.

Limettenbananefantavanillekirschcolazero mit Schuss

20:03 Uhr – Ich war heute bei Burger King Mittagessen. Irgendwo zwischen Tuttlingen und Ravensburg. Und die haben dort so Coca-Cola-Maschinen, aus denen man fünfhunderttausend verschiedene Geschmacksrichtungen raus lassen kann. Diese Wundermaschinen habe ich damals bei meinem ersten Besuch in New York entdeckt und ausgiebig gemolken. Bisher hatte ich befürchtet, dass es diese menschliche Errungenschaft vielleicht nie bis Europa schafft. Jetzt ist sie da!

Also habe ich mir heute direkt einen halben Liter Vanillekirschcolazero gezapft. Aufgrund der begrenzen Austrittsmöglichkeiten auf der vor mir liegenden Autostrecke habe ich auf weitere Becher Limettenbananefantaextrakoffein und Saurerapfelspritebrombeercolalight verzichtet. Dennoch bin ich jetzt ein viel glücklicherer Mensch! Danke Amerika.

Hu-La-Palu, sexy, alles tanzt, alles lacht.

21:37 Uhr – Weil das Oktoberfest ja bekanntlich hauptsächlich im September stattfindet, habe ich es leider versäumt, rechtzeitig ein Oktoberfestbier zu testen. Das mag auch daran liegen, dass Festbiere im Regelfall nicht so mein Ding sind. Nichtdestotrotz: Oktoberfest ist Oktoberfest und Oktober ist ja noch. Deshalb: Löwenbräu Oktoberfestbier.

Die junge Blonde im schlichten Dirndl streckt mir gleich fünf Maßkrüge voller Oktoberfestbier entgegen. Ihr Dekolleté ist gar nicht so üppig, wie man es erwarten dürfte. Im Hintergrund sieht man eine bayerische Flagge und einen sitzenden Löwen, der ein Bier trinkt. Außerdem weiße Wolken im blauen Himmel über einem Festzelt. So viel zur passend folkloristischen Dosen.

6,1 Prozent hat das Vollbier aus München – und das schmeckt man schon. Es ist ziemlich malzig würzig und – auch wenn das komisch klingt – es hat einen beinahe brotigen Geschmack. Im Abgang ist es recht bitter, was sich meiner bescheidenen Meinung nach etwas mit der malzigen Süße beißt. Kalt serviert – und es steht ausdrücklich auf der Dose, dass das zu tun ist – ist dieses Festbier aber auf jeden Fall trinkbar, bei euphorischer Stimmung gehen sicher auch zwei bis unendlich.

Bemerkenswert ist die sehr helle Farbe des Oktoberfestbieres. Ich hätte mir das irgendwie bernsteinfarbener vorgestellt. Also mehr so Richtung Löwenmähne. Was auch erstaunlich ist: Der halbe Liter ist verdammt schnell weg. Gut, dass die junge Blonde noch ein paar Gläschen übrig hat. Prost!