6:58 Uhr Irgendwann habe ich beschlossen, dass ich ohne Frühstück nicht über den Tag komme. Weil ich ja auch kein Mittagessen hab. Also habe ich begonnen, Müsli zu frühstücken. Das ist gesund und geht schnell. Aber ich kann kein Müsli mehr sehen. Egal welche Sorte, ich will nicht mehr. Also habe ich neuerdings umbeschlossen, dass es ab sofort Milchspeisen aus Plastikbechern zum Frühstück gibt. Das geht noch schneller, ist nicht total ungesund und auf jeden Fall für den Moment besser als Müsli. Außerdem fällt natürlich täglich Plastik- und Aludeckelmüll an. Das ist auch nicht zu verachten. Also habe ich mich beim Aldi heute einfach mal quer durchs unter Preissegment gekauft. Auf Sahnepudding habe ich übrigens bewusst verzichtet. Man muss es ja nicht gleich übertreiben am frühen Morgen. Jetzt gehts los mit der neuen Ernährung. Ihr werdet mich nicht wieder erkennen!
Kategorie: Wort zum Tag
Meine Jeans hat den Arsch offen
21:12 Uhr Ich sags grad so, wie es ist: Es ist zum Mäuse melken. Bei anderen Leuten reißen die Jeans an den Knien auf. Das ist cool. Oder die Gesäßtasche wetzt durch. Das ist auch cool. Oder sie bleiben wenigstens mit dem Oberschenkel an einem Nagel hängen, damit die Hose etwas aufripst. Auch das ist cool. Nur bei mir wird der Stoff immer im unteren Gesäßbereich dünn. So dünn, dass er dann irgendwann links und rechts von der Naht reißt. Das ist überhaupt nicht cool. Na toll. Das sieht einfach nur dämlich aus und man kann die Jeans nicht mehr tragen. Zumindest dann nicht mehr, wenn man den Schaden bemerkt hat. Denn es stellt sich natürlich immer die Frage, wie lang man schon so rumläuft, ohne das einem jemand gesagt hätte, dass da was nicht stimmt. Man selbst sieht da ja nicht so gut hin. Und ich begutachte meinen knackigen Hintern nicht täglich im Spiegel. Die Wahrscheinlichkeit, dass man tagelang mit Gesäßbelüftung durch die Lande zieht, ist also durchaus gegeben. Ich zum Beispiel war gestern mit der Jeans, an der ich heute zwei Löcher gefunden habe, noch bei einem schicken Neujahrsempfang. Na toll. Außerdem frag ich mich schon auch, warum immer die guten Lieblingsjeans genau an diesem Phänomen zugrunde gehen. Immer. Die Jeans mit komischem Schnitt oder die, die um die Hüfte rum etwas zu gut anliegen, halten für immer. Das ist doch scheiße. Und flicken kann man an der Stelle auch kaum, wie die Erfahrungen mit vielen anderen Hosen, die das gleiche Schicksal erlitten haben, zeigten. Da sich meine gute dunkelblaue Jeans trotz allem Bedauern nicht mehr tragen lässt (nicht mal auf Hippie-Partys kann man mit einem Loch an der Stelle kommen), stellen sich mir jetzt zwei Aufgaben. Erstens: Ich muss wohl bald mal wieder eine Hose kaufen gehen. Das ist noch schön. Zweitens: Wegen zwei kleiner Löcher gleichen die ganze Jeans wegwerfen geht natürlich nicht. Weil man sie nicht mehr anziehen kann, heißt das ja noch längst nicht, dass es nicht irgendeine andere Verwendung für den Stoff gibt. 99 Prozent davon sind ja absolut intakt. Tadellos. Einwandfrei. Für nichtsnutzige Tiere gibts ja auch Gnadenhöfe. Ich werd mir mal Gedanken machen, was man daraus so basteln könnte. Vorschläge sind herzlich willkommen.
Waka Waka eh eh
23:12 Uhr Freikarten sei Dank war ich heute im Festspielhaus Füssen bei Mother Africa. Ich hatte keine Ahnung, was mich da genau erwartet, aber geschenkter Gaul und so. Und es war ziemlich gut. Viel Akrobatik, ein bisschen Comedy und afrikanische Rhythmen. Es war sehr kurzweilig und hat mir gut gefallen. Besonders beeindruckend fand ich, dass die Darsteller wirklich den Eindruck vermittelt haben, als ob sie Spaß an der Sache hätten. Das mag die Show sein, oder ist es wirklich so. Wenn sich Akrobaten nach einer geglückten Nummer gegenseitig bejubeln und nach einer missglückten beim zweiten Versuch euphorisch anfeuern das hat was. Und auch für mich habe ich dank Mother Africa zwei Vorsätze fürs neue Jahr gefasst:
- Ich muss mich mehr bewegen
- Ich muss mehr barfuß gehen
14:42 Uhr So, da wäre das Jahr 2013 auch schon wieder so gut wie vorbei. Irgendwie war es ein ganz schön unauffälliges Jahr. Also ein großartiger Rückblick würde mir jetzt echt schwer fallen. So viel scheint nicht passiert zu sein. Das kann jetzt ein gutes oder ein schlechtes Zeichen sein. Wie auch immer: 2014 wird spannender, davon geh ich einfach mal aus.
Die letzten Tage des Jahres waren dagegen mal wieder sehr erfreulich. Ekelbierwichteln, Weihnachten, Alcazar, Bambi-Konzert, Christbaumloben und diverse Einkehrschwünge in aller Gemütlichkeit. Solch ein Leben macht nicht gerade Lust drauf, wieder in den Arbeitsalltag überzugehen.
Trotzdem werde ich das jetzt gleich tun und zusammen mit drei Kollegen die große 80er-Jahre-Silvester-Show beim neuen RSA Radio über die Bühne bringen. Ich bin mal gespannt, wie das so wird. Und was es zu essen gibt.
Euch einen guten Rutsch, feiert ordentlich und nehmt im neuen Jahr endlich mal ein paar Kilo ab!
Weilnachten, lange.
15:28 Uhr Und da ist es wieder so weit. Alle Jahre wieder eben. Weihnachten. Heiligabend kriegt man mit stundenlangem Essen noch gerade so rum. Und auch am ersten Weihnachtsfeiertag ist Ausschlafen und gemütliches Frühstücken ja ganz angebracht. Aber spätestens dann zieht sich der Tag jesusmäßig hin. Weil nämlich mal wieder alles Mögliche bunt verpackt unter dem Christbaum lag, nur keine Spielsachen, mit denen man sich die Feiertage vertreiben könnte.
Und dann sitzt man da. Mittagsschlaf hab ich schon hinter mir, im Web2.0 ist absolut nichts los und die spannende Plauze sagt mir, dass Kochen oder gar Essen im Moment auch nicht die richtige Feiertagsbeschäftigung sind. Natürlich könnte ich rausgehen. Aber alleine an Weihnachten spazieren gehen wirkt natürlich schon sehr erbärmlich. Und meine Eltern können nicht mitkommen, da sie ihren Mittagschlaf noch nicht hinter sich haben.
Immerhin komm ich endlich mal wieder dazu, hier ein paar Zeilen reinzuschreiben. Das hat doch auch was. Weil vielleicht klickt der ein oder andere ja heute meine Seite an, weil ihm langweilig ist, weil er keine Spielsachen geschenkt bekommen hat. Dann ist geteiltes Leid bekanntlich halbes Leid.
Wenn es wenigstens richtig kalt wäre draußen. Dann könnte ich meine neuen beheizbaren Schuheinlagen ausprobieren. Aber ich kann ja nicht bei 13 Grad auch noch Schuhe aufheizen. Wobei es mit Sandalen natürlich schon fast wieder Sinn machen würde. Aber ich hab ja gar keine Sandalen. Vielleicht denkt da das Christkind nächstes Jahr mal dran. Oder an Spielsachen. Carrerabahn, Lego, Märklin-Eisenbahn oder irgendwie sowas. Das wär echt okay.
PriPraProbewochenende
20:43 Uhr Ich bin zufrieden. Das war ein richtig starkes Wochenende und Probenwochenende. Dreimal haben wir mit Bambi New Kitz on the Block seit Freitag geprobt, und so langsam läufts wieder. Und im Proberaum ist es einfach toll, auch wenn man dort ein Instrument bedienen muss. Es herrscht so herrlich stumpfe Männlichkeit mit lauter Musik, Bier, Rosmarin-Chips, übelriechenden menschlichen Ausdünstungen, koffeinhaltigen Limonaden und flachen Sprüchen. Schön. Und auch sonst mal wieder ein top Wochenende. Sogar den Sonntagabend hab ich eben noch erfolgreich und effektiv gestaltet. Ich war sogar noch joggen (um zumindest hundert von den zehntausend Kalorien wieder loszuwerden, die ich am Samstagmittag im Proberaum in mich reingestopft hab). Und jetzt werd ich zur Feier des Tages das Wochenende sowas von perfekt abschließen: Ich geh einfach ins Bett. Echt jetzt.
Der Wicht geht um
20:15 Uhr Liebe Freunde der gepflegten Vorweihnachtsunterhaltung, morgen lohnt es sich wirklich, den ganzen Tag über RSA Radio auf Anschlag zu hören. Und das hat einen Grund: Morgen ist der RSA-Wichtel im Allgäu unterwegs und verteilt Lindt-Schokolade. Und wer ist der RSA-Wichtel? Richtig.
Es ist natürlich alles erlogen und erstunken. In Wirklichkeit war ich nämlich schon heute den ganzen Tag unterwegs und habe die Säckchen verteilt. Etwas frustrierend ist das Beschenkenwollen von Polizei, Feuerwehr, Finanzamt, Politessen und so weiter. Die wollen und dürfen nämlich keine Geschenke annehmen. Und die wollen und dürfen nichts in ein Mikrofon sagen. Da sind die einfachen Leute von der Straße leichter zu erfreuen: Die Straßenkehrer, der Busfahrer, die Supermarktkassiererin, die einkaufende Hausfrau, die bummelnde Seniorin, ein Pärchen in der Mittagspause vor dem Imbissstand oder die Mutti mit Lupo an der Tankstelle. Und dann macht völlig überraschendes Verschenken von Unmengen von teurer Edelschokolade schon beinahe wieder Spaß. Und morgen wird sich das sowas von echt und live anhören. Ich sags euch, Freunde der gepflegten Vorweihnachtsunterhaltung.
Movember (Nachtrag)
Es gibt Settige und Settige
13:38 Uhr Eigentlich wollte ich heute Vormittag nur telefonisch einen Termin beim Orthopäden ausmachen, weil mein Sprunggelenkt noch nicht wieder so tut, wie es tun sollte. Es war aber gar nicht so einfach, noch in diesem Jahr einen Termin zu bekommen. Dreimal musste ich der Dame am anderen Ende beteuern, dass es sich um eine Sache handelt, wegen der ich bereits in Behandlung war und nicht um ein neues Problem. Weil sonst gäbe es dieses Jahr natürlich keinen Termin mehr. Welch Glück für mich, dass ich wahrheitsgemäß eine fortlaufende Behandlung angeben konnte. Mit einem offenen Splitterbruch am rechten Oberschenkel hätte ich wohl auf das nächste Quartal warten müssen. Eigentlich ist also alles nochmal gut gegangen. Aber ohne eine Ahnung von den Abrechnungsmodalitäten der Fachärzte mit den Krankenkassen zu haben, frage ich mich doch, ob das irgendwie zusammenhängt. Richtig kann das ja nicht sein.
Dann werde ich das erste Mal vom Türklingeln gestört. Ein Hermes-Bote. Wieder mal einer der Gattung, die mich sehr fasziniert. Wie man mit so rudimentären Sprachkenntnissen überhaupt in Deutschland überleben kann, finde ich sehr spannend. Wie man dann aber auch noch einen Job mit quasi ausschließlich Kundenkontakt ausüben kann, finde ich schlichtweg schleierhaft. Und das bald für mindestens 8,50 Euro. Faszinierend.
Und schon wieder klingelt es, ich öffne in der sicheren Annahme, dass jetzt das nächste Paket kommt, die Tür. Und vor mir steht ein Riese in schwarz der Kaminfeger. Er kennt sich ganz offensichtlich im Haus deutlich besser aus als ich, weiß wo er was findet und weiß sogar, wo welches Licht angeht. Ich komme mir dezent überflüssig vor und lass ihn einfach machen. Nach eine rekordverdächtigen Fegzeit verabschiedet er sich wieder und bedankt sich fürs Türeaufmachen. So viel Freundlichkeit muss ja Glück bringen!


