Meine Jeans hat den Arsch offen

ohnoi21:12 Uhr – Ich sag’s grad so, wie es ist: Es ist zum Mäuse melken. Bei anderen Leuten reißen die Jeans an den Knien auf. Das ist cool. Oder die Gesäßtasche wetzt durch. Das ist auch cool. Oder sie bleiben wenigstens mit dem Oberschenkel an einem Nagel hängen, damit die Hose etwas aufripst. Auch das ist cool. Nur bei mir wird der Stoff immer im unteren Gesäßbereich dünn. So dünn, dass er dann irgendwann links und rechts von der Naht reißt. Das ist überhaupt nicht cool. Na toll. Das sieht einfach nur dämlich aus und man kann die Jeans nicht mehr tragen. Zumindest dann nicht mehr, wenn man den Schaden bemerkt hat. Denn es stellt sich natürlich immer die Frage, wie lang man schon so rumläuft, ohne das einem jemand gesagt hätte, dass da was nicht stimmt. Man selbst sieht da ja nicht so gut hin. Und ich begutachte meinen knackigen Hintern nicht täglich im Spiegel. Die Wahrscheinlichkeit, dass man tagelang mit Gesäßbelüftung durch die Lande zieht, ist also durchaus gegeben. Ich zum Beispiel war gestern mit der Jeans, an der ich heute zwei Löcher gefunden habe, noch bei einem schicken Neujahrsempfang. Na toll. Außerdem frag ich mich schon auch, warum immer die guten Lieblingsjeans genau an diesem Phänomen zugrunde gehen. Immer. Die Jeans mit komischem Schnitt oder die, die um die Hüfte rum etwas zu gut anliegen, halten für immer. Das ist doch scheiße. Und flicken kann man an der Stelle auch kaum, wie die Erfahrungen mit vielen anderen Hosen, die das gleiche Schicksal erlitten haben, zeigten. Da sich meine gute dunkelblaue Jeans trotz allem Bedauern nicht mehr tragen lässt (nicht mal auf Hippie-Partys kann man mit einem Loch an der Stelle kommen), stellen sich mir jetzt zwei Aufgaben. Erstens: Ich muss wohl bald mal wieder eine Hose kaufen gehen. Das ist noch schön. Zweitens: Wegen zwei kleiner Löcher gleichen die ganze Jeans wegwerfen geht natürlich nicht. Weil man sie nicht mehr anziehen kann, heißt das ja noch längst nicht, dass es nicht irgendeine andere Verwendung für den Stoff gibt. 99 Prozent davon sind ja absolut intakt. Tadellos. Einwandfrei. Für nichtsnutzige Tiere gibt’s ja auch Gnadenhöfe. Ich werd mir mal Gedanken machen, was man daraus so basteln könnte. Vorschläge sind herzlich willkommen.

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