Bildungsausflug in die Landeshauptstadt

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11:48 Uhr – Gestern habe ich mich mehr oder weniger spontan mal eine halbe Stunde in den Zug gesetzt und bin nach Düsseldorf gefahren. Im Vergleich zu Köln ist die Landeshauptstadt wirklich beeindruckend schön, weil es dort eine Altstadt gibt. Und in dieser Altstadt gibt es ausschließlich Kneipen. In jedem Haus ist mindestens eine. Ich kann mir nicht erklären, wie die überleben können, wo Altbier doch so eklig schmeckt. Meine persönlichen Highlights waren, dass es in Düsseldorf extra Touristen-Broschüren für Schwule gibt (den GayGuide) und der Medienhafen. Letzteren könnt ihr hier unten auf einem Foto bewundern.

Aber die Reise war auch lehrreich. So habe ich zum Einen gelernt, dass Düsseldorf eigentlich gar nicht am Rhein liegt, sondern an der Düssel. Und jetzt kommt der wirkliche Hammer. Wahrscheinlich wissen das schon wieder alle und nur mir blieb das verborgen, aber egal: Bei „Halve Hahn“ handelt es sich keineswegs um halbe Hähnchen. Es hat noch nicht mal was mit Fleisch zu tun. Ein „Halve Hahn“ ist ein halbes Roggenbrötchen mit Butter und mehreren Scheiben Käse sowie einer Essiggurke und nach Belieben Senf. Unglaublich, oder? Was denkt ihr, wie viele enttäuschte Touristengesichter das schon verursacht hat?

Deutscher Meister

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20:21 Uhr – Als ob ich geahnt hätte, dass an diesem Ort bald etwas historisches passieren wird, bin ich am vergangenen Freitag durch’s schöne Rheinland und den fast genau so schönen Ruhrpott gefahren – bis nach Dortmund. Dort bin ich direkt zum Stadion gefahren. Den restlichen Ausflug will ich gerne anhand einer kleinen Fotostrecke schildern.

  1. Von der S-Bahn kommend passiert man zunächst das „Stadion Rote Erde„. Im Hintergrund kann man den Signal Iduna Park mit seinem gelben Stahlträger sehen.
  2. Wenn man besonders schlaue Abkürzungen nehmen will, läuft man direkt durch dieses alte Stadion durch. Dort kann man Kindern beim kicken zuschauen. Aus denen muss ja was werden, ich mein, wer im Schatten einer solchen Fußballarena trainiert.
  3. In der Stadionecke ist das Vereinsmuseum „Borusseum“ untergebracht. Um in dieses zu gelangen, muss man durch den kompletten Fanshop pilgern. Da habe ich mich sehr darüber gefreut, für was erwachsene Männer alles Geld ausgeben. Ich habe nichts gekauft, außer einer ermäßigten Eintrittskarte fürs Borusseum.
  4. Dort kann man neben zahlreichen Dingen aus der Geschichte von Borussia Dortmund auch die gewonnen Trophäen bestaunen. Eine der schönsten ist sicherlich die Meisterschale, die ja bekanntlich am Samstag zum siebten Mal gewonnen wurde.
  5. Später habe ich an einer Führung durch den Signal Iduna Park teilgenommen. Die ersten Stationen im Stadiongefängnis und im VIP-Bereich waren weniger prickelnd. Aber das Herz eines Stadions liegt ja bekanntlich im Spielerbereich. Also nichts wie rein, und zwar über genau den Weg, den auch die Mannschaften jeden Spieltag nehmen. Außen, also da, wo man aus dem Bus aussteigt, wird man von Vereinslegenden (und Legendchen) begrüßt,
  6. dann muss man zunächst durch einen wirklich beeindruckenden kleinen Raum, der den Gegenspieler schon mal vermitteln soll, was sie gleich erwartet,
  7. bevor man in die Kabine kommt. Diese erinnert doch sehr an eine städische Allzwecksporthalle, was daran liegen mag, dass sie Baujahr 1974 sind.
  8. Wenigstens gibt es neben stinknormalen Duschen ein Ermüdungsbecken als Bonus.
  9. Aus der Kabine geht es dann durch die Mixed-Zone, also den Bereich, in dem sich die Presse aufhalten darf, in den Spielertunnel, der auf das Spielfeld führt. Auch dieser ist ziemlich eng und unspektakulär. Aber das Spektakel wartet ja am anderen Ende. Links und rechts des Ausgangs stehen die Ersatzbänke. Die sind aus Leder (oder Kunstleder) und wirklich sehr bequem und gut gepolstert. Also ich würde mich als Profi nicht beschweren, wenn ich ständig auf der Bank Platz nehmen müsste.

Sport ist nicht…

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21:48 Uhr – Vorneweg: Es gibt Momente, in denen ich gerne Raucher wäre. Zum Beispiel genau jetzt. Das sommerliche Wetter hat mein Zimmer auf einen Wert jenseits der 25°C aufgeheizt. Draußen ist es aber inzwischen dunkel und herrliche frisch. Wie schön wäre es jetzt, einfach einen Grund zu haben, um fünf Minuten auf den Balkon zu stehen? Nun gut. So sitze ich eben bei geöffneter Tür und ohne Licht (Killer-Alien-Stechmücken!) am Computer und schreibe ein Wort zum Tag.

Und in diesem Wort zum Tag muss ich mich gehörig über Sport aufregen. Genau genommen nur über Fußball und noch genauer genommen über Borussia Dortmund. Der Spieltag lief ja insgesamt schon überhaupt nicht gut. Und dann verliert auch noch Dortmund in Gladbach. Zu allem Übel hat auch das Bild noch ständig gewackelt und ausgesetzt. Es ist wirklich zum Ausrasten. Dazu kommt noch, dass ich mich heute selbst mit einem Überraschungsei zu Ostern beschenkt habe. Und ich habe noch nie so einen Riesenscheiß aus nem Überraschungsei bekommen: Einen aufblasbaren Papierhasen. Was soll das denn bitte?! Dass man sich hin und wieder von seinem Lieblingsfußballverein verarschen lassen muss, okay. Aber wenn dann auch noch Ferrero damit anfängt, ist das Maß wirklich voll.

Was mich zunächst gar nicht so sehr genervt hat, im abendlichen Gesamtkontext aber auf jeden Fall negativ zu bewerten ist, ist mein heutiger Tagesplan. Auf jenem Stand nämlich die Besichtigung des Rhein-Energie-Stadions um 14 Uhr. Ich – angemeldeter Besucher – war überpünktlich an der Nordtribüne und auch noch ein paar andere. Aber die Führung hat einfach nicht stattgefunden. Habe ich mich eben eine halbe Stunde auf den Vor-Plätzen des Stadions auf den Rasen gelegt und die Sonne genossen. Aber das ist natürlich ein handfester Skandal. Was man mit dem Tag alles hätte anfangen können (vielleicht hätte ich dann sogar das Dortmundspiel verpassen können).

Es gibt jedoch auch eine klitzekleine positive Sportnotiz: Ich habe heute die große Grüngürtel-Joggingrunde geschafft, ohne von einem blutrünstigen Großstadtkampfhund zerfleischt zu werden. Beim nächsten Anfall von sportlicher Motivation werde ich die ganz große (ich glaube es gibt noch sehr viele Steigerungen) Grüngürtel-Joggingrunde in Angriff nehmen.

Kölsche Anekdoten: Teil 1

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21:41 Uhr – Ein Rentnerehepaar ist bei Rewe einkaufen. Plötzlich fängt die Frau an zu kreischen. Sie beruhigt sich wieder und meint zu ihrem Gatten: „Isch hab jedacht, datt is der Podolski!“ Der junge, dunkelblonde Rewe-Mitarbeiter mit Kurzhaarfrisur und weißem Dienstoutfit guckt sich nur kurz um und schiebt dann seinen Gitterwagen weiter hinters nächste Regal.

Kölscher Jong

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23:08 Uhr – Allerhöchste Eisenbahn für ein neues Wort zum Tag. Nun bin ich seit zwei Wochen in Köln und seit Donnerstag auch ganz ordnungsgemäß Rheinländer. Zwar kein Kölner, aber immerhin Hürther. Man kann ja schließlich nicht alles haben. Fünf Mal die Woche gehe ich fleißig zum Arbeiten und in der restlichen Zeit kümmere ich mich um allerlei oder streune ohne großen Plan durch mein neues Zuhause. Ab und an habe ich eine Kamera zur Hand und es werden Fotos gemacht. Neun davon habe ich für euch ausgesucht.

Mein neues Leben XXL: Das Zuhause

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22:50 Uhr – Nun bin ich angekommen in meinem neuen Zuhause. Mein neues Zuhause: Das ist das ein idyllisches Holzhaus im Studentendorf im Hürther Stadtteil Efferen. Das hört sich nach Superprovinz an und genau so sieht es auch aus. Das schöner an dieser Art von Provinz ist allerdings, dass man in 20 Minuten in einer pulsierenden Großstadt ist. Aber von Großstadt und neuem Arbeitsleben soll dieses Wort zum Tag gar nicht berichten.

Sondern von meinem neuen Zuhause. Von meiner Gefängniszelle. Ich wohne also in genanntem Holzhaus in einem Zimmer in einer Vierer-WG. Das Zimmer ist nicht riesig, aber von der Größe genau richtig. Darin steht ein niedriges, kleines Bett, ein Regal, ein Schreibtisch mit Stuhl und ein Kleiderschrank. Außerdem sind alle Wände sowie die Tür mit weißen, glänzenden Sperrholzplatten verkleidet, der Boden ist ein hellblauer Laminat. Als das Zimmer noch ganz leer war, hat es mich wirklich sehr stark an eine Gefängniszelle erinnert.

Und das Zimmer war lange ganz leer. Es war hier nämlich extrem dreckig. Da mir gesagt wurde, dass hier noch geputzt und renoviert wird, habe ich erstmal aus dem Koffer gelebt und eigentlich nichts ausgepackt. Nach drei Tagen ist nun allerdings noch immer nichts passiert, also habe ich heute Abend zwei schweißtreibende Stunden lang selbst zum Putzlappen und umweltfeindlichen Putzmitteln gegriffen und hab hier richtig schön sauber gemacht. Jetzt ist es immer noch spartanisch, aber wenigstens sauber. Und ich konnte endlich meinen Koffer aus- und den Schrank einräumen. Jetzt bin ich angekommen in meinem neuen Leben.

Wieder da

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22:42 Uhr – Vielen Herzlichen Dank für die rege Anteilnahme an meinem kleinen Mayounfall. Der Tag war echt nicht schön, aber die restliche Zeit in Mexiko möchte ich nicht missen. Ich möchte eigentlich gar keinen großartigen Reisebericht aufschreiben, viel mehr hatte ich eigentlich vor, den ein oder anderen kleinen Unterschied oder die ein oder andere kleine mexkianische Besonderheit hier zu notieren. Die Zeit seit Mexiko ist wieder dahingerast und ich kann darum nicht versprechen, ob das noch klappt. Wobei ich auf jeden Fall Lust habe, mich zu erinnern.

Am letzten Wochenende war dann auch noch mein Geburtstag. Man merkt schon, dass man älter wird. Es kamen nur drei Kaffeegäste, im Durchschnitt ungefähr 78 Jahre alt. Hiermit sind schonmal alle Wort zum Tag Leser nächstes Jahr zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Es ist noch genug Kuchen von diesem Jahr übrig. Auch bei der abendlichen Feierlichkeit merkt man, dass man älter wird. Aber das ist überhaupt nicht negativ zu verstehen, denn es war auf jeden fall sehr schön. Gerade die Süßigkeiten, die ich aus Mexiko mitgebracht habe, kamen bombig an. auch der Tequila und der Mezcal wurden nicht gerade verachtet.

Seit Samstag bin ich nun für mein Praktikum in Köln. Eigentlich sollte ich schon gestern mit arbeiten anfangen, aber aus unerklärlichen Gründen war niemand im Büro. So war eben heute mein erster Arbeitstag. Es war ganz gut. Seit heute Abend bin ich auch in meinem Zimmer im Studentenwohnheim. Ich schlage mal vor, dass es dazu in den nächsten Tagen mehr Infos gibt. Ich will ja nicht die ganze Spannung vorwegnehmen!

Mexikanische Mayovergiftung

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18:01 Uhr – So. Eine kurze Meldung aus Mexiko soll hiermit erfolgen. Ich habe zu viele lange Klamotten und unnoetigerweise sogar eine Jacke dabei. Zunaechst waren wir in Mexico-City, diese Woche sind wir jetzt in San Luis Potosi, am Wochenende gibts nen kleinen Ausflug und naechste Woche wartet vermutlich die Pazifikkueste. Also zumindest, wenn ich mich von der Mayo-Vergiftung erhol, die ich mir gestern an einem Mais-Strassenverkaufsstand geholt hab. Da hab ich heut gleich mal den Grossteil des Tages in meinem mexikanischen Bett verbracht, was auch schoen, aber etwas ereignisarm ist. Dafuer habe ich Zeit fuer ein kleines Wort zum Tag. Uebrigens das erste von einem anderen Kontinent. Krass, oder? Also: „Con permiso“ wie der geuebte Mexikaner sagt!

Hossa! Und jetzt gehts los.

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12:37 Uhr – Der Auszug aus Passau ist fast problemlos über die Bühne gegangen. Aber eben nur fast. Beim allerletzten Spülgang ist nämlich zu meiner großen Bestürzung meine „Borussia Dortmund Deutscher Meister 1995“ – Tasse kaputt gegangen. Sie war ein Artefakt meiner Fanutensiliensammlung, vielleicht sogar mein allererster BVB-Fanartikel. Nun gut. Immerhin hat sie mir 16 Jahre lang einen treuen Dienst geleistet. Und es ist absehbar, dass es bald eine neue Tasse geben wird: „Borussia Dortmund Deutscher Meister 2011“.

Gleich geht’s auf nach Mexiko und so langsam mischt sich in meine ungebremste Vorfreude tatsächlich ein klein wenig Nervosität. Inzwischen ist alles gepackt und ich warte eigentlich nur noch auf den finalen Zwiebelrostbraten, der sich gerade in der Zubereitung befindet. Dann noch schnell unter die Dusche und los gehts zum Münchner Flughafen. Ich bin sehr gespannt. Hoffentlich kann ich dann und wann mal ein paar Zeilen hier hinterlassen, aber ich kann natürlich noch nicht sagen, ob das der straffe Reiseplan (und die mexikanische Internetinfrastruktur) zulässt. Also in dann mal bis in Bälde!