Die Milch macht's!

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20:24 Uhr – Deutschlands Kinder werden immer dicker und dümmer. Und nicht nur die Kinder. Höchste Zeit also für eine fundierte Ernährungsaufklärungskampagne meinerseits. Investigativ, unabhängig, ehrlich und nicht wertungsfrei. Zunächst will ich beim weißen Gold ansetzen: Der Milch. Täglich stehe ich vor einem Supermarkt-Kühlregal, welches zu achtzig Prozent mit Milchprodukten gefüllt ist. Ich sehe dort alles von Buttermilch bis Quark, von Dickmilch bis Weichkäse. Meist greife ich zu den gleichen bekannten Produkten. Dem soll jetzt ein Ende gesetzt werden, denn in nächster Zeit möchte ich vielen Milchprodukten auf die Spur gehen, mich über diese schlau machen und – ganz wichtig – diese probieren.

Heute fängt es noch ganz unkreativ und wenig spektakulär an. Nämlich mit Milch. Erste Buh-Rufe erklingen aus dem Off, jedoch ist Milch längst nicht so banal, wie sie auf den ersten Blick erscheint. Milch ist ein Produkt der Säugetier-Mama, um ihr Junges in der ersten Lebensphase zu ernähren. Alle Säugetiere machen das, manche offensichtlicher, wie zum Beispiel Kühe und Schweine, andere weniger offensichtlich wie zum Beispiel Meeressäuger. Auch der Mensch macht es. Allerdings stellt der Mensch eine sagenhafte Ausnahme dar, denn er konsumiert Milch auch weit über die ersten Lebenstage hinaus. Beispielsweise in seinem 283. Lebensmonat (och, wie süß!). Auch die Menschenmama hat nach dieser Zeit die Milchproduktion jedoch eingestellt, sodass wir die Milch von anderen Säugern klauen müssen, in Mitteleuropa vorzugsweise von Kühen.

Nun aber zu dem Liter Vollmilch, den ich heute im Lebensmittelfachgeschäft meines Vertrauens zu Testzwecken erworben habe. Im zarten Grundschulalter durfte ich einmal direkt im Stall die Erfahrung machen, gerade gemolkene, noch warme und unbehandelte Kuhmilch zu trinken. Leider kann ich mich nicht mehr erinnern, ob die besonders lecker war und vielleicht sollte ich daher den Versuch bald wiederholen. Meine heutige Milch ist pasteurisiert (kurze Erhitzung zur Abtötung von Mikroorgansimen) sowie homogenisiert (Reduzierung der in der Milch vorhandenen Fettteilchen, damit die Milch weniger schnell aufrahmt und darum länger haltbar bleibt) und hat 3,5% Fett. Der Liter hat 640 Kilokalorien und – was mich überrascht – 48 Gramm Zucker und außerdem (für Mathefreaks jetzt) 35g Fett. Bekannt ist Milch ja vor allem für ihren Calciumgehalt, der liegt hier bei 1,2 Gramm. Bei dieser Milch von Edeka handelt es sich zudem um länger haltbare Milch, was durch höhere Erhitzung zustande kommt. Dies hat allerdings den negativen Effekt, dass dadurch 20-30% der Vitamine verloren gehen. Leider ist es kaum mehr möglich, andere Milch zu bekommen.

Zur Verwendung von Milch müssen wohl nicht viele Worte verloren werden, denn das kennt meiner Meinung nach ja jeder. Ich bin ein großer Fan eines gepflegten Glases Kuhmilch. Aber nur gekühlt, heiße Milch finde ich nicht sehr prickelnd. Als Getränk kann Milch vor allem zu Kakao oder diversen anderen Milchgetränke wie Bananenmilch weiterentwickelt werden.

In den nächsten Tagen geht es mit dem nächsten Milchprodukt weiter, ich bin selbst schon gespannt mit welchem. Nun aber ab zu „Bauer sucht Frau“.

Kurzsteckbrief:

  • Produkt: Vollmilch, haltbar
  • Herstellung: –
  • Behandlung: Homogenisierung, Pasteurisierung
  • Preis pro 100 ml: 5,9 Cent
  • Kalorien pro 100 ml: 64
  • Fett pro 100 ml: 3,5 g
  • Zucker pro 100ml: 4,8 g

Oh du Fröhliche

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15:23 Uhr – Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Ich war soeben stundenlang in den schlimmsten Läden, die es in Passau gibt, weil ich noch ein paar Sachen für mein Sommeroutfit gebrauchen könnte. Heute Abend ist nämlich „wenn jetzt Sommer wär“ – WG-Party mit angemessener Garderobe. Also ab zu Tedi, KIK, H&M, Müller, Tako, Allerlei und New Yorker – alles Läden, die zu meinen absoluten Lieblingseinzelhändlern gehören und in denen es immer günstige Sonnenbrillen und lächerliche Kopfbedeckungen gibt. Fast immer. Die Ausnahme bilden November und Dezember. Denn unzählige Weihnachtsartikel haben Brille, Hüte, und Hawaiihemden aus den Regal verdrängt. So kam ich abgekämpft mit nur einer einzigen lächerlich blöden Sonnenbrille nach Hause. Es werden wohl normale kurze Hosen, ein T-Shirt und kurzes Hemd und der Deutschland-Schlapphut von der WM herhalten müssen. Das Leben ist kein Zuckerschlecken. Aber wenigstens liegt ein Hauch von Zimt in der Luft.

Die Beulen der Herde

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17:25 – Im Jahre 2010 nach Christi – Wochenlang habe ich mich darauf gefreut, dass der Roman „Die Säulen der Erde“ von Ken Follett verfilmt wurde und nun endlich im Fernsehen kommen sollte. Aufgrund der Länge der Geschichte und dem Anspruch des Autors war es wahrscheinlich sogar sinnvoll, das ganze nicht ins Kino zu bringen, sondern in einem vierteiligen Fernsehfilm abzuhandeln. Gestern war es dann auf Sat1 soweit. Was soll ich sagen? Eine herbe Enttäuschung. Die Handlung weicht von Anfang an ziemlich stark vom Buch ab, vor allem auch in Dingen, die meiner Meinung nach für die Logik des weiteren Geschehens wichtig sind. Auch auffällig war, dass die Personen, die zu Beginn Kinder sind, von sehr erwachsenen Schauspielern übernommen wurden, was dann irgendwie nicht mehr recht zu den kindlichen Charakteren passen mag. Diesbezüglich ist auch enttäuschend, wie wenig Ausstrahlung und Schönheit die Schauspielerin, die die Aliena spielt, in den Film einbringt. Da hätte man sich nach der Lektüre eine deutlich stärkere Person erwartet. Alles in allem kam der Film doch sehr nahe an Streifen über Magier, Zauberer und Drachen im Nachmittagsprogramm. Schade. Ich könnte mich wirklich darüber aufregen, was aus dieser fesselnden Geschichte gemacht wurde. Aber es hilft ja nix.

Bisher habe ich mir immer gern die Verfilmungen von Büchern, welche ich gelesen habe, angesehen und dabei bei den Details auch gerne ein Auge zugedrückt. Nächsten Montag werde ich allerdings vermutlich nicht den zweiten Teil anschauen, sondern vielleicht lieber Bauer sucht Frau.

Derzeit lese ich – begonnen als Vorbereitung für die Verfilmung – „Die Säulen der Erde“ (was dank seiner Dicke interessanterweise Jahrelang als Unterlage für den Radiowecker von meinem Vater herhalten musste, bis ich dann Ken Follett für mich entdeckt habe), anschließend werde ich mir den zweiten Teil „Die Tore der Welt“ reinziehen, obwohl ich auch das schon kenne. Und anschließend wir dann der neue, dritte Teil gekauft. Das wird ein Spaß – und hoffentlich besser als der Film.

Petrag Mijatovic

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7:58 Uhr – Die letzte Uhrzeit, an die ich mich erinner, bevor ich eingeschlafen bin, hatte schon eine Fünf an erster Stelle. Das kommt von einem unrhythmischen Lebenswandel. Das wäre ja auch nicht weiter schlimm eigentlich, es spricht ja nichts dagegen, dass die erste Zahl am nächsten Tag eine Elf ist. Es sei denn, die Handwerker haben sich auf Montagmorgen halb acht angekündigt. Darum sitze ich jetzt hier vor eine Krug heißem Schwarztee – Multivitaminsaft gemisch und warte. Ich weiß, dass ich noch ewig warten werde, weil mir meine Studentenwohnheim-Handwerker-Erfahrung sagt, dass die nie im Leben um acht kommen, vermutlich sogar erst heut Nachmittag. Oder gar erst Morgen. Andererseits will man natürlich auch nicht mehr im Bett liegen, falls sie doch früh morgens mit ihren schmutzigen, verhornhauteten Fäusten gegen meine Haustür hämmern.

Das ganze ist so wie so Frevel. Ich soll neue Dichtungen an Balkontür und Fenster bekommen, damit es nicht so zieht. Ich habe Tag und Nacht das Fenster gekippt, weil es hier drin sonst zu warm wird.

Nun liegt mir allerdings sozusagen der ganze Tag zu Füßen. Am besten wäre natürlich, ihn mit einem gekonnten Außenriststoß in die andere Spielhälfte zu befordern und bis dahin nochmal unter die Decke zu kriechen. Aber es hilft ja nichts, darum werde ich jetzt versuchen irgendwie wach zu werden und dann voller Elan die Aufgaben anpacken, die dieser neue Tag für mich bereithält, sobald er selbst aus den Nebelschwaden erwacht ist.

Mal wieder ein Neustart

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18:39 Uhr – Es nervt mich ziemlich. Schon wieder war die Homepage kaputt. Die Startseite wurde zwar noch mit neuen Artikeln angezeigt, aber heute musste ich feststellen, dass alle Links ins Leere liefen und ich hab keine Ahnung warum. Dies erklärt natürlich auch, warum es in letzter Zeit weder Kommentare von euch (schön, dass es dafür einen Grund gibt) noch Spams gab. Also habe ich mal wieder mit weniger erfreulichem Ergebnis zwei Stunden rumgedoktert, Datenbanken erstellt und gelöscht, Daten auf den Server geladen und wieder gelöscht. Und und und. Das leidige Problem ist, dass man die Daten (also zum Beispiel die alten Texte) zwar immer sichern kann, sie sich dann aber auf der neuen Seite nicht mehr einfügen lassen. Darum fehlen jetzt wieder ärgerlicherweise einige vergangene Wörter zum Tag.

Das schöne gelbblaue Design ist zwar noch da, jedoch ist mir die ganze Anpassungsgeschichte im Moment einfach zu stressig und zu zeitraubend. Irgendwann wird mich die Muse mit Sicherheit wieder küssen und dann gibts nach nächtelanger Arbeit auch wieder was fürs Auge. Bis dahin müsst ihr euch mit schlichten schwarzen Buchstaben auf weißer Fläche gegnügen. Auch andere Inhalte als das Wort zum Tag und die Kommentarfunktion wird es vorübergehend nicht geben.

Sehen wir es doch einfach als eine Art von Kunst: Die Konzentration aufs Wesentliche.

Bis dahin. Meine Kartoffeln kochen auf dem Herd über. Es wird erstmal ein Frust-Bewältigungs-Festessen geben. Kartoffel-Butter-und-Käs mit Salzheringen. Man gönnt sich ja sonst nichts, noch nicht mal ne Hintergrundfarbe.