Das unabhängige Hauptstadthelle

21:38 Uhr – Das heutige Feierabendbier: „Berliner Helles – Das unabhängige Hauptstadthelle“, ein Mitbringsel für mich selbst aus Berlin aus dem Hause „Berliner Bären Bräu“. Die braune Halbliterflasche überzeugt durch ein schönes Etikett mit antikem Brandenburger Tor unter blauem Himmel, Bären-Wappen und markantem Schriftzug. Der Inhalt wartet mit 4,8 Prozent und einer Malz- (Pilsener Malz, Münchner Malz) und Hopfenmischung (Herkules, Perle, Tradition) auf. Gut gekühlt war es durchaus genießbar, für ein Helles recht herb und schon beinahe mit Pilsgeschmack. Nach einer Flasche war es dann aber auch gut, Lust auf ein zweites hat das Hauptstadthelle nicht unbedingt gemacht.

Lust auf Grape

21:48 Uhr – Zu meinem Geburtstag habe ich einige ganz außergewöhnliche und hoffentlich sehr schmackhafte Biere geschenkt bekommen. Vielleicht deshalb ist nach und nach der Gedanke in mir gereift, dass man eigentlich viel mehr Bier trinken sollte. Jetzt nicht unbedingt jeden Freitagabend zwanzig Stück. Nein, viel lieber jeden Tag eines – und das mit viel Genuss. Als eine Art Entspannungsübung. Zum Abschalten und nur auf den Geschmack konzentrieren. Statt Schokolade, Gummibärchen oder Zigaretten. Da ich eben einige tolle Biere geschenkt bekommen habe und außerdem in Berlin auch auf ein paar Sonderlichkeiten gestoßen bin, werde ich das in den nächsten Tagen und Wochen mal ausprobieren. Zurück zum guten alten Feierabendbier. Weil es heute auf meinem Balkon noch herrlich sonnig war, habe ich begonnen mit:

Lust auf Grape. Der fruchtige Biermix“, Privatbrauerei Hoepfner, Karlsruhe, 2,5%. Gut gekühlt ein sehr erfrischendes Biermischgetränk aus Vollbier und Grapefruiterfrischungsgetränk mit säuerlicher Zitrusnote, eine echt süffige Alternative zum herkömmlichen Radler. Hat mir sehr geschmeckt! (Und ich hab noch eins davon hihi)

Festival der Nachhaltigkeit

21:09 Uhr – Nach vielen Jahren feiere ich in diesem April mal wieder richtig meinen Geburtstag: Mit einem Garagenfest. Das kann man schon mal machen, wenn man langsam aber sicher auf die Ende Zwanzig zugeht. Und ich freue mich tierisch. Es wird nämlich ein Festival der Unnachhaltigkeit. Ich habe Pappteller und Plastikbecher besorgt. Natürlich auch Einmal-Tischdecken und Wegwerfbesteck. Einmal-Möbel waren mir aber zu teuer. Gefeiert wird in einem zugigen Raum, der großzügig mit fossilen Brennstoffen beheizt wird. Dass es Getränke aus Einweggebinden gibt, sollte klar sein. Aber nicht nur. An Getränken gibt es nämlich selbstverständlich das, was seit Jahren bei mir rumsteht und nicht weg kommt. Endlich gibt es nun wieder eine Gelegenheit, den Gästen selbstgemachte Liköre aus zwei Jahrzehnten unterzujubeln oder den guten Korn, der noch in Mark bezahlt wurde, und die staubige Flasche Mädchentraube. Und das wiederum ist ja dann doch sehr nachhaltig.

Frühling in Europa

21:43 Uhr – Hey, mein Gejammer über das Wetter hat echt gut funktioniert. Das muss ich mir merken. Ich bin inzwischen sehr zufrieden. Heute gab es zum ersten Mal im neuen Jahr sowohl Mittagessen als auch Abendessen auf der Terrasse. Und den Nachtisch sogar bei Kerzenschein. Fühlt sich schon fast wie Sommer an. Morgen frühstücke ich draußen. Und meine kleine Chiliplantage wächst auch fleißig.

Auch virtuell gibt es Neuigkeiten: Auch die alt bekannte und allseits beliebte Domain simon-fehr.com funktioniert jetzt wieder und ihr kommt direkt und ohne Umwege auf diese Seite. Ich alter Europäer. Ihr alten Europäer.

Und ich wart‘ mal wieder auf den Frühling

18:37 Uhr – März. Das war doch eigentlich das Bunte, Frische mit den Blümchen und den Bienchen und den Gefühlen, oder? Ich fühle mich leider, als ob es Ende November wäre. Alles ist grau, nass und kalt. Und dunkel. Gefühlt geht das hier in Ravensburg schon seit Mitte September so. Denn einen richtigen Winter (das mit Schnee) gibt’s hier ja auch nicht wirklich.

Eigentlich möchte ich nicht zu den Menschen gehören, denen der Winter generell zu kalt, schneereich und glatt, den Sommer zu heißt und zu trocken, der Herbst zu nass und das Frühjahr zu fröstelig ist. So sind die Jahreszeiten halt und jede an sich ist einzigartig und schön. Aber aktuell fänden mein Gemüt und meine Balkonpflanzen ein paar Sonnenstrahlen echt in Ordnung. Nicht, dass das noch in einer ausgewachsenen Märzdepression bzw. Missernte endet.

Vor allem ist ein grauer März aber natürlich eine super Gelegenheit, mal wieder „Frühling“ von den Sportfreunden Stiller zu hören. Ich mag das Lied.

Ein Anschluss unter dieser Nummer

22:38 Uhr – Ich kann wieder Musik hören und ein Word-Dokument öffnen. Bei Skype hakt es noch ein bisschen, aber dafür hab ich beim Daten sichern ein paar scharfe Bilder aus längst vergangenen Zeiten gefunden. Kurzum: Mein Laptop geht wieder.

Das diesjährige Computerfasten habe ich also pünktlich zum Usher-Mittwoch hinter mir. Erstaunlicherweise geht das ja inzwischen auch. Gut – man sitzt natürlich während der Arbeit täglich mindestens 8 Stunden vor einem PC mit Internetanschluss und trägt außerdem immer ein Handy mit Internetzugriff mit sich rum. Die Abschottung von der Außenwelt hält sich also zugegebenermaßen reichlich in Grenzen. Nur Wort zum Tag schreiben war echt schwierig, denn das geht bei der Arbeit eher nicht und macht am Handy einfach keinen Spaß.

Jetzt bin ich noch ein bisschen am Einrichten und Installieren, aber dann könnte ich theoretisch mit all den Dingen loslegen, die ich dringend machen muss, aber die ich die letzen Wochen vor mir hergeschoben habe, weil ich ja keinen Computer hatte.

Ab in die Post

19:26 Uhr – Der aufmerksame Leser hat es in den letzten Wochen bemerkt: Mein Laptop tut nicht mehr so, wie er soll. Nach mehreren unnützen Reparaturtipps seitens des Herstellers darf ich das Gerät nun endlich einschicken. Ich bin ja echt gespannt, was dabei rauskommt. Am liebsten wäre mir inzwischen fast, wenn ich einfach den Kaufbetrag zurückbekommen würde. Dann könnte ich mich nach etwas neuem umsehen und müsste mich nicht weiter mit dem Gerät herumärgern.

15 Werktage Bearbeitungszeit sind angekündigt. Was ja noch nicht heißt, dass der Laptop dann auch wirklich wieder funktioniert. Ich stelle mich also mal auf eine längere Computer-Fastenzeit ein.

Bundesliga

17:28 Uhr – Am Wochenende krank sein hat natürlich auch seine Vorteile. Auf dem Tagesplan steht nämlich nur „Erholung auf dem Sofa“ – und die lässt sich wunderbar mit Fußballgucken kombinieren. Also habe ich mir zum ersten Mal seit Jahren wieder eine komplette 15.30 Uhr-Bundesligakonferenz angeguckt. Es war jetzt, zugegebenermaßen, gar nicht immer so spannend. Aber die letzten zehn Minuten ging immerhin nochmal die Post ab. Und die Bayern haben nicht gewonnen, das ist ja auch was wert.

Jetzt werd ich mir gleich einen großen Pott Obstsalat machen, wegen den Vitaminen. Und in einer Stunde geht es dann schon mit dem Topspiel zwischen Dortmund und Leipzig weiter. Es wird das gefühlt erste Bundesligaspiel dieser Saison sein, dass ich mir ganz angucke (okay, vielleicht habe ich Dortmund gegen Bayern auch geguckt). Was für ein wunderbarer Samstag. Wenn ich da morgen nicht gesund bin (also wegen dem Obstsalat jetzt, nicht wegen 180 Minuten Fußball), dann weiß ich auch nicht.

Ohne Kabelsalat

21:36 Uhr – Andere vernetzen 2017 ihr ganzes Zuhause, natürlich kabellos. Computer werden immer kleiner und schicker – und platzsparend. Ich habe mir jetzt für 4,99 Euro eine Tastatur gekauft, damit ich an meinen Laptop wieder tippen kann. Auf meinem Schreibtisch stehen jetzt: Der Laptop (also Bildschirm und funktionslose Tastatur) mit Netzkabel, eine Maus mit Kabel, die neue Tastatur mit Kabel und der Fernseher mit Netzkabel und HDMI-Kabel, den ich eigentlich nur als großen Bildschirm nutze. Und natürlich das Handyladegerät mit Kabel und der Router mit Kabel. Eigentlich überlege ich in diesem Moment, ob ich zukünftig auch auf WLan verzichten sollte. Das ginge ja auch mit Kabel.

Erstaunlich ist allerdings: Ich habe rein garkeinen Kabelsalat auf meinem Schreibtisch. Darum haben auch noch ein paar Stifte, Papier und ein Buch Platz.

Touchscreen

20:20 Uhr – Ich muss mich natürlich entschuldigen. Seit Weihnachten kein Eintrag mehr. Das tut mir leid. Allerdings habe ich eine Ausrede: Meine Tastatur ist kaputt. Und auf so einem Touchscreen macht schreiben einfach keinen Spaß.