Ein Zeichen?

21:06 Uhr – Ich habe es versucht. Wirklich. Der Vorsatz war da. Schon vor Weihnachten die guten Vorsätze, die sicher Anfang Januar wieder aufschlagen werden, in die Tat umsetzen. Da kam es doch gerade recht, dass das neueröffnete Fitnessstudio über dem Ravensburger Hallenbad eine Woche Gratistraining anbietet. Man weiß natürlich nicht, welche Fallstricke sich hinter so einem Lockangebot verbergen. Aber hingehen und sich mal erkundigen kostet ja abgesehen von Überwindung nichts.

Gesagt, getan. Jetzt kommt allerdings der unangenehme Teil der Geschichte: Ich habe den Eingang nicht gefunden. Verrückt. Über den Hallenbadeingang geht es zwar in den Umkleide-Bereich, aber nicht zu einem Schalter oder ähnlichem. Einmal ums ganze Haus marschiert. Nichts. Nochmal im Hallenbad versucht. Immer noch kein Eingang. Das gibt’s doch nicht.

Es hat sich erst nach einer wirklich sehr sehr großen Niederlage angefühlt. Wie kann man denn so doof sein und den Eingang zum Fitnessstudio nicht finden. Verdammt. Aber dann kam langsam die Erleuchtung: Das muss ein weihnachtliches Zeichen gewesen sein.

Wintersporttag

21:34 Uhr – Was für ein Comeback auf dem Eis: Zum ersten Mal seit meinem Debüt im November 2002 habe ich mir  heute mal wieder Schlittschuhe angeschnallt, um in einem Eisstadion aufzulaufen. Während es 2002 noch in professionellem Eishockey-Outfit für ein semiprofessionelles Eishockeymatch irgendwo in Vorarlberg war, habe ich mir heute die 14 Jahre Pause durchaus angemerkt: Schon beim Anziehen des kufigen Schuhwerks habe ich mir beinahe die Bänder gerissen.

Die Runden auf dem Eis haben dann aber immer besser geklappt und auch die ein oder andere Riesenpirouette habe ich alsbald geschlagen. Ganzkörperbodenkontakt konnte ich glücklicherweise vermeiden. Das war auch besser so, denn die restliche Besucherschaft der Ravensburger Eishalle war ein äußerst schadenfreudiges Publikum: Wir sind mitten im Wintersporttag einer Hauptschule gelandet.

On the road again

10:48 Uhr – Eine kilometer- und stundenreiche Vorvorweihnachtsarbeitswoche liegt hinter mir, Veranstaltungen in Friedrichshafen, Schwendi und Aalen ebenso. Was man nicht so alles für den guten Zweck macht. Und für den Arbeitgeber. Neben Fahrdiensten habe ich dafür gesorgt, dass ganze Landstriche dank meines orientalischen Schwarztees nächtelang wachlagen.

Einen solchen Schwarztee sollte ich jetzt vielleicht auch einnehmen. Denn kaum ausgeschlafen geht es nach einem flotten Weißwurstfrühstück gleich wieder ab auf die B30 in Richtung Stuttgart. Geburtstag feiern. Ich frage mich ja schon, warum manche Leute jedes Jahr wieder den Fehler machen, eine Woche vor Weihnachten Geburtstag zu haben. Aber sei’s drum.

Überraschung

16:20 Uhr – So, dann habe ich also eben mal den großen roten Knopf gedrückt, damit auch die bisher bekannten Internetadressen zu dieser Seite hier führen. Leider ist aus Vertragsgründen bis April noch diese kleinen weiße Zwischenseite nötig. Wer die umgehen will, richtet sich einfach direkt simon-fehr.com als Startseite ein. Herzlich willkommen!

Goodbye Statussymbol

schluessel10:52 Uhr – Es ist mal wieder die Zeit gekommen, Abschied zu nehmen. Und zwar von meinem Auto, meinem treuen Wegbegleiter der letzten Jahre. Nach fast 24 Jahren und über 320.000 Kilometern auf dem Buckel, ist es leider so weit. Gute Fahrt weiterhin, mein alter Freund!

Was ich mitunter am meisten vermissen werde, ist mein Autoschlüssel. Etwas so praktisches und schlichtes gibt es heute ja gar nicht mehr. Nur noch klobige, ausklappbare Schlüssel mit Fernsteuerung, die in jeder Hosentasche viel zu viel Platz wegnehmen. Auf denen groß die Marke prangert. Mein geliebter Golf-Schlüssel dagegen war platzsparend am Schlüsselbund und unauffällig auf dem Tisch. Ein echtes Statussymbol eben.

Studie: Zur Brezel greifen

20161128_12482712:50 Uhr – Gestern war erster Advent, die offizielle Lebkuchenzeit hat also begonnen. Um beim Lebkuchenverzehr effizient zu sein, habe ich mich in diesem Jahr für eine wissenschaftliche Herangehensweise entschieden. Denn auf den ersten Blick scheinen Herzen, Sterne und Brezeln aus den allseits bekannten und beliebten Lebkuchenpackungen sich recht ähnlich zu sein. Doch die Frage ist ja: Welche Lebkuchenform bringt mir den größten Nutzen? Da die Inhaltsstoffe gleich sind (Annahme), ziehen wir den größten Nutzen wohl aus dem größten Gewicht. Und wer jetzt denkt, dass die doch eh alle gleich schwer sind, hat sich kräftig geirrt.

Meine Laboruntersuchung* hat folgende Messergebnisse hervorgebracht:

  • Brezel: 30 Gramm
  • Stern: 28 Gramm
  • Herz: 27 Gramm

Ein Herz entspricht also nur 90 Prozent einer Brezel. Sprich: Mann bekommt für weniger Brezeln viel mehr Lebkuchen.  Andererseits darf man natürlich auch die Kalorienseite nicht aus dem Blick verlieren: Während ein Herz nur 103,68 Kilokalorien hat (Stern: 107,52 kcal) bringt eine Brezel direkt 115,2 kcal auf die Hüften.

Diese Ergebnisse sind vor allem interessant, wenn man sich die weihnachtlichen Spezialitäten mit anderen Personen teil und darum Prioritäten setzten kann bzw. muss. Die faierste Lösung wäre sicherlich, jedem seine persönliche Schachtel mit einer ausgeglichenen Mischung zur Verfügung zu stellen. Oder einfach schnell die ganze Packung weg zu futtern. 500 Gramm Herzen, Sterne & Brezeln haben im Durchschnitt ja schließlich auch nur 1920 Kilokalorien und decken somit gerade mal knapp den Tagesbedarf eines erwachsenen Mannes.

*Keiner der Lebkuchen hat die Untersuchung überlebt.

Escargot

22:49 Uhr – Natürlich interessiert es nur die allerwenigsten Menschen, was bei mir so auf den Tisch kommt. Noch nicht mal, wenn es 12 Weinbergschnecken sind. Aber hey – man will halt zeigen, was man hat. Und damit meine ich jetzt noch nicht mal meine Angeberei damit, dass ich Weinbergschnecken essen. Einfach so. An einem Dienstag. Nein. Damit meine ich meine Angeberei damit, dass ich – aufgepasst – ein extra Service inklusive Gabel und Haltezange zum artgerechten Verzehr von Weinbergeschnecken habe. Das finde ich schon ganz schön cool. Und dass muss dann natürlich auch mal benutzt werden. Und gezeigt.

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Sonn-Tag

16:49 Uhr – Ich weiß jetzt gar nicht, ob das jemanden interessiert. Aber vor die Sonne ganz untergegangen ist, möchte ich noch berichten, dass ich heute sehr, sehr fleißig war. Und Schuld war genau diese Sonne. Ich habe die herrlichen Strahlen auf meinen Balkon nämlich dazu genutzt, diesen winterfest zu machen. Ich habe also meine Palme in ein geschütztes Eck gestellt (wo sie bei Bodenseeklima ohne Frostschaden über den Winter kommen muss), meine Kakteen und Topfpflanzen ins Wohnzimmer geräumt, meinen Rasenteppich gesaugt, meine Gartenbank und meine Campingstühle geputzt und die Lampignons  abgehängt.

Damit aber nicht genug, denn die Sonne hat auch noch unverschämt zu meinem Wohnzimmerfenster hereingeschienen. So unverschämt, dass man Staub und andere Flecken (nebst Kratzern) auf meinem Holzboden außerordentlich gut sehen konnte. Also hab ich mich auch noch daran gemacht, mal nass raus zu wischen. Ob das den erwünschten Effekt gebracht hat, muss sich noch zeigen. Aber für das Sonntagsgefühl war es ganz hervorragend.

Um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, habe ich dazwischen auch noch gesund gekocht. Mit Gemüse und so im Wok. Überraschenderweise war es auch noch genießbar.

Gut, dass alle guten Dinge drei sind, und nicht vier. Sonst müsste ich jetzt für den perfekten Sonntag womöglich noch Sport treiben. Aber so kann ich mich ganz gemütlich langsam Richtung Sofa (duftet frisch nach Febreze) zurückziehen und die letzten Atemzüge des Sonnenuntergangs bestaunen.

Wohnzimmeroptik

20:32 Uhr – Jetzt hat es doch ganz schön lang gedauert, bis meine kleine Internetseite wieder auf Vordermann ist. Dafür ist jetzt aber die Technik ganz neu und hoffentlich deutlich zuverlässiger – und auch an der Optik habe ich ziemlich rumgedreht. Das ist natürlich immer das Schwierigste: Es soll ja schick und zeitgemäß aussehen, aber gleichzeitig auch ein Stück den Autor und dessen Charakter und/oder Leben darstellen. Natürlich soll es aber auch nicht aussehen, wie jede beliebige Baukastenwebseite, denn ein bisschen Eitelkeit muss ja auch sein. Ich habe also sehr lange mit verschiedenen Aufteilungen, Formen und Farbkombinationen herumgespielt. Und mich dann dafür entschieden, meinen Blog einfach so einzurichten, wie mein Wohnzimmer: Schwarz, Weiß und Orange. Herzlich willkommen in meinem Zuhause!