22:07 Uhr Dafür, dass ich momentan eigentlich sehr wenig Business mache, jette ich in den letzten Tagen ganz schön um die Welt. Heute werde ich in der vierten Nacht seit Samstag im dritten Hotel einschlummern. Das kommt mir ganz schön verrückt vor. Zumal mein aktuelles Hotelzimmer maximal einen Kilometer Luftlinie von der der Adresse entfernt liegt, an der ich offiziell gemeldet bin.
Wie kommts? Am Wochenende hat mich der erste Junggesellenabschied meines Lebens in die Fränkische Schweiz geführt. Dort stand neben einer Brauereiwanderung und Kanufahren eben auch eine Übernachtung an. Die Unterkunft lässt sich zwar eher als Jugendherberge denn als Hotel bezeichnen, aber damit sich das etwas businessmäßiger anhört, will ich mal im Bilde des Hotels bleiben. Danach für zwei Tage zurück nach Aalen, wo ich ja momentan auch noch im Hotel wohne. Heute und morgen werde ich in Ravensburg weitergebildet und auch hier muss ich in einem minikleinen und überhitzten Hotelzimmer (Hotel Storchen, pfui!) schlafen.
Morgen fahre ich dann nach einer Stippvisite in Leutkirch wieder nach Aalen, am Donnerstag gehts nach Ellwangen und am Freitag dann wieder ins Allgäu zum allseits beliebten Heimat- und Kinderfest. Und dann wird auch wieder richtig viel Business gemacht.




Die scheinbar größte Herausforderung, das frühe Aufstehen, hat mir dann gar nicht so viel ausgemacht. Arbeitsbeginn war zwischen zwei und drei Uhr, in den kommenden Stunden habe ich dann rund 10 Kilometer mit dem Auto und rund 6 Kilometer zu Fuß zurückgelegt. Bei ziemlicher Hanglage war das ein gutes Frühsportprogramm immer mit ein paar Kilo Zeitungen unter dem Arm und mit der Stirnleuchte auf der Suche nach den richtigen Hausnummern. Das Arbeiten in den Tag hinein hat schon was. Gerade diese melancholische Zeit, wenn es schon hell ist aber die Sonne noch nicht aufgegangen ist, wenn die Welt langsam zu Leben erwacht, mag ich schon immer gerne (auch wenn ich sie bisher eigentlich nur vom Heimweg kannte). Und um sechs Uhr morgens schon richtig was geleistet zu haben ist ein sehr erhabenes Gefühl. Wenn man dann noch vor dem letzten Briefkasten von einem fröhlichen Hausferkel begrüßt wird, ist die Welt in Ordnung.