2013

21:15 Uhr – All zu euphorisch blicke ich im Moment eigentlich noch nicht auf das neue Jahr 2013. Irgendwie kommt es mir nämlich im Moment ziemlich langweilig vor, dass ich jetzt schon weiß, was ich den Rest vom Jahr mache: Ich weiß schon, wo ich im Dezember wohnen werden und auch, was ich Arbeiten werde. Ich weiß sogar schon, wann ich Urlaub habe und wann nicht. Und diese ganze Sicherheit beunruhigt mich. Aber wer weiß – es kommt ja oftmals anders als man denkt. Darum möchte ich meine Hoffnungen für 2013 auf unerwartete, positive Ereignissen stützen. Euch, werte Leserschaft, natürlich auch ein überragendes neues Jahr. Ich mach mir jetzt erstmal auf dem Sofa ne Dose Bier auf und ess dazu ne Tafel Schokolade. Und tschüss, ihr guten Vorsätze.

Das große internationale Weihnachts-Quiz

12:30 Uhr – Weihnachten 2012 liegt schon wieder hinter uns und ich hoffe, Sie hatten ein frohes Fest. Bei mir wurde fleißig gegessen, getrunken, verschenkt und ausgepackt. Aus dem Päcken kam manch Brauchbares, manch Kurioses. Aber – oh Schreck! – was ist das? Auf dem Foto haben sich gleich mehrere Fehler eingeschlichen. Finden Sie die mindestens fünf Fehler auf dem Weihnachts-Suchbild?

Ihre Lösung schreiben Sie bitte unter dem Stichwort „Weihnachts-Quiz“ als Kommentar unter diesen Beitrag. Einsendeschluss ist der 24. Dezember 2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Zu gewinnen gibt es wie immer nichts.

Rockin' around the Christmas Tree

20:07 Uhr – Gestern Abend fand im Kemptener Irish Pub das große redaktionsinterne Schrottwichteln statt. Ich durfte als letzter ein Geschenk aus dem großen schwarzen Müllbeutel ziehen – und logischerweise war dann auch nur noch eins drin. Überraschenderweise war es das größte – vermutlich, weil alle Angst hatten, dass da was ganz fieses drin ist. Aber ich muss sagen: Ich bin begeistert. Ich habe nämlich ein wunderschönes, wohlklingendes und knallrotes Kinder-Keyboard geschenkt bekommen. Ich denke, dass das Instrument Heilig Abend im Hause Fehr revolutionieren wird. Und: Will jemand mit mir ne Band gründen? Wir könnten uns BonTempi nennen…

Urlaubstag

10:00 a.m. – Heute goenne ich mir mal einen Tag Urlaub. Nach sechs Tagen Extrem-NewYorking wuenschen sich vor allem meine Beine mal eine Verschnaufpause. Natuerlich werde ich nicht nur auf dem Sofa rumsitzen – spaeter fahren wir naemlich mit dem Auto in die Stadt rein und gehen Weihnachtsbeleuchtung gucken. Ich befuerchte, dass das in einer gewissen Reizueberflutung enden koennte. Ab Morgen gehen ich dann wieder in die Vollen, um meine letzten Tage in New York voll auszukosten. Vieles habe ich schon abgehakt, aber die ein oder andere Sache muss ich schon noch anschauen. Zum Beispiel war ich noch gar nicht richtig im Central Park und ins MoMA will ich eigentlich schon auch noch. Fuer meine Oma muss ich auch noch den grossen Christbaum vor dem Rockefeller Center fotografieren. Und in Queens gibt es einen koreanischen Markt, auf dem garantiert nur originale Lizenzprodukte verkauft werden. Das moechte ich mir eigentlich auch nicht entgehen lassen. Auf meiner Fastfood-Liste fehlt auf jeden Fall noch Wendy’s. Und Thank God it’s Friday’s und Taco Bells. Es gibt noch viel zu tun. Euch allen einen bunten ersten Advent!

Here we are now

9:18 pm – So, ich habe Anschluss gefunden auf Long Island. Internetanschluss. Ich bin gut gelandet, habe fleissig Thanks Giving gefeiert, mehr Truthahn gegessen als jemals zuvor und viele wirklich ganz nette bisher unbekannte Familienmitglieder kennengelernt. Gestern war ich dann das erste mal mit ein paar von ihnen in Manhatten. Nach der ersten Orientierungsrunde hatte ich Genickschmerzen vom nach oben schauen. Heute war ich dann mit Mason (der Verwandtschaftsgrad zu beschreiben ist mir zu viel) im Yankees-Stadion in der Bronx. Nette Gegend da. So stell ich mir Puerto Rico vor. Morgen gibts nochmal eine kleine Verwandtschaftsrunde, aber am Montag werd ich dann den grossen Apfel auf eigene Faust erkunden. Zieht euch warm an, ich machs auch.

Auf gehts

21:52 Uhr – All my bags are packed, I’m ready to go… Aber das Taxi steht noch nicht vor der Tür, also fahr ich eben erst morgen früh nach München zum Flughafen. Kofferpacken war wie immer sehr interessant. Nachdem ich eine Flasche Schaumbad, eine Flasche Duschdass und sechs Tafeln Schokolade wieder ausgepackt hab, müsste es jetzt passen. Wer immer meinen riesigen Koffer sehen wird, wird auf jeden Fall denken, dass ich auswandre. Also, morgen früh geht’s dann los. 16 Tage New York. Ich bin gespannt.

Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät

20:39 Uhr – So, da sitz ich nun auf meinem Kuhfell-Sofa. Morgen letzter Arbeitstag, am Mittwochmorgen geht’s ab nach New York. Es gäbe sicherlich noch einiges vorzubereiten. Aber es fällt mir schwer, jetzt Prioritäten zu setzten. Also hab ich mir erstmal eine Dose eiskaltes Ratskrone Pils aufgemacht. In der Küche weicht noch einiges Geschirr ein, das bald gespült werden will. Ich kann ja nicht die dreckigen Töpfe drei Wochen stehen lassen. Aber gesaugt wird nicht mehr. Eben hab ich noch mit Amerika telefoniert. Das Haus steht noch, ich soll deutsches Badedas mitbringen und ich werde am Flughafen abgeholt. Wenn das alles so klappt, ist es doch schon mal sehr beruhigend. Und wenn nicht, dann wird’s wenigstens ein bisschen abenteuerlich. Ich bin mal gespannt, wie es von da drüber mit Wörtern zum Tag und Saison-Sonetten klappt. Ich weiß nicht, ob’s da schon Internet gibt. Obwohl die Stadt „Big Apple“ genannt wird. Vorsichtshalber hab ich mir heute ein schickes Buch mit Ledereinband und leeren Karoseiten gekauft, damit ich zur Not handschriftliche Aufzeichnungen machen kann. Wer mir noch unbedingt coole Geheimtipps mit auf den Weg geben will, sollte das auf jeden Fall jetzt tun. Für den Fall, dass ich morgen Abend in Pack-Stress und nicht mehr zum Schreiben komm, verabschiede ich mich schon jetzt prophylaktisch in die Neue Welt.

Magnesiummangel

18:57 Uhr – Das ist aber auch wieder dumm gelaufen. Ich bin seit ein paar Tagen ein bisschen angeschlagen, die klassische Herbst-Erkältung eben. Und was hilft da? Genau, Tee trinken. Und was hilft richtig? Genau, viel Tee trinken. Also hab ich mir gleich mal einen Bierkrug voll Salbeitee gemacht. Dann ist mir so eine Magnesium-Brausetablette in die Finger gekommen. Und Magnesium kann bei Erkältung ja sicher auch nicht schaden. Also habe ich das Teil gekonnt im Tee versenkt, hab den Krug geschnappt und mich auf den Weg zum Sofa gemacht. Und dann hat die Katastrophe ihren Lauf genommen. Die Brausetablette hat den Tee zum Überschäumen gebracht – so schnell hab ich den Krug aber nicht mehr aus der Hand gekriegt. Also ist mir schön ein viertel Liter brühend heißer Salbeitee mit einer Extradosis Magnesium über die rechte Hand geschwappt. Aber Glück im Unglück: Die Verbrennungsspuren halten sich in Grenzen. Und jetzt gibt’s heiße Milch mit Honig. Ohne Magnesium.

iWort zum Tag

15:13 Uhr – Ich sitze gerade in Leutkirch auf dem Sofa und spiele mit dem neuen iPhone von meinem Vater rum. Da man sich irgendwo anmelden muss, wenn man so Apps runterlasen will, schreib ich lieber ein Wort zum Tag. Mein erstes Smartphone-WzT also. Und es funktioniert ganz gut. Nur das Tippen ist ein bisschen umständlich und ich hab schon ganz schwitzige Hände. Darum soll es fürs erste für sein. Euch einen schönen Sonntag – und esst mal wieder nen Apfel.