Wer anderen eine Bratwurst brät, der hat ein Bratwurstbratgerät

20:39 Uhr – So, da sitz ich nun auf meinem Kuhfell-Sofa. Morgen letzter Arbeitstag, am Mittwochmorgen geht’s ab nach New York. Es gäbe sicherlich noch einiges vorzubereiten. Aber es fällt mir schwer, jetzt Prioritäten zu setzten. Also hab ich mir erstmal eine Dose eiskaltes Ratskrone Pils aufgemacht. In der Küche weicht noch einiges Geschirr ein, das bald gespült werden will. Ich kann ja nicht die dreckigen Töpfe drei Wochen stehen lassen. Aber gesaugt wird nicht mehr. Eben hab ich noch mit Amerika telefoniert. Das Haus steht noch, ich soll deutsches Badedas mitbringen und ich werde am Flughafen abgeholt. Wenn das alles so klappt, ist es doch schon mal sehr beruhigend. Und wenn nicht, dann wird’s wenigstens ein bisschen abenteuerlich. Ich bin mal gespannt, wie es von da drüber mit Wörtern zum Tag und Saison-Sonetten klappt. Ich weiß nicht, ob’s da schon Internet gibt. Obwohl die Stadt „Big Apple“ genannt wird. Vorsichtshalber hab ich mir heute ein schickes Buch mit Ledereinband und leeren Karoseiten gekauft, damit ich zur Not handschriftliche Aufzeichnungen machen kann. Wer mir noch unbedingt coole Geheimtipps mit auf den Weg geben will, sollte das auf jeden Fall jetzt tun. Für den Fall, dass ich morgen Abend in Pack-Stress und nicht mehr zum Schreiben komm, verabschiede ich mich schon jetzt prophylaktisch in die Neue Welt.

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