Bier

Aus Hamburg in die Welt

21:01 Uhr – Ein Geschenk aus Hamburg war das Great Escape India Pale Ale der Buddelship Brauerei. Sehr schön finde ich, wie hier Hamburg, der Hafen von denen Viele in die sogenannte neue Welt aufgebrochen sind (bestimmt mit stark eingebrautem Bier an Bord), mit Aromahopfen kombiniert wird, der jetzt aus dieser neuen Welt zurück kommt. Solche Geschichten habe ich gerne. Auf dem Etikett, das einmal rund um die braune Drittelliterflasche geht, ist auch ein bisschen was von dieser Geschichte zu sehen: Ganz links ein Kranen im Hamburger Hafen, daneben das große Logo der Brauerei. Darunter immer die blauen Wellen, auf denen sich etwas weiter rechts ein großes Dampfschiff bewegt. Dass schon Land in Sicht ist, verrät die Möwe, die auf das Schiff zufliegt.

Beim Einschenken entwickelt sich extrem viel Schaum, der fast ein bisschen wie weißer Spülmittelschaum aussieht und das Trinkerlebnis erheblich verzögert. Darunter zeigt sich ein goldfarbenes, klares Bier, das insgesamt äußerst nett anzuschauen ist. In der Nase zeigt das IPA eine gehörige Hopfenwucht, man kann die Herbe schon richtig heraus riechen. Dazu kommen leicht säuerliche Fruchtaromen und der Geruch von nassem Wald.

Der Geschmack bestätigt den Geruch: Ein ziemlich herbes IPA, mit auffälligen waldigen (Pinien?) und erdigen Aromen. Wenn sich die erste Bitterwelle legt, sind da auch Töne von unreifer Mango und im Abgang Grapefruit. Dazu kommt ein leichter Karamellgeschmack, der Dank der Hopfenherbe aber gar keine Süße entwickelt. Für seine 6,5 Prozent Alkohol kommt das Great Escape doch recht schlank und einigermaßen spritzig daher. Ein ganz ordentliches IPA, das den Gaumen mit seiner ganzen Herbe erfreut und ein paar Fruchtaromen andeutet, ohne eine komplette Fruchtbombe zu sein.

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