Saison-Sonett: 6. Spieltag

Die Bayern gewinnen in Bremen souverän,
Trotzdem gibt’s hinterher Ärger vom Sammer
2:0 auswärts ist zu wenig, ein Jammer,
er hätte gern zwölf Tore mehr geseh‘n.

5:0 heißt es am Samstag nach neunzig Minuten
Im lange erwarteten Borussen-Duell
ist Dortmund für Gladbach ne Nummer zu schnell
Und lässt die Fohlen Dank Reus richtig bluten.

Spieler des Spieltags – sonnenklar:
Marcos Antonio, Abwehrstar,
Spielt Pässe wie kein Zweiter.

Dank ihm gewinnt Stuttgart beim Club
Und verlässt die Abstiegsplätze – Schwupp.
In Hamburg geht die gute Serie weiter.

Saison-Sonett: 5. Spieltag

Wie gerne würde ich in England leben,
Mit zwei Spielrunden in sieben Tagen
Wäre alles leichter zu ertragen.
Kann es nicht mehr englische Wochen geben?

Zumal, wenn so viele Tore wie dieses mal fallen,
Hannover schenkt Nürnberg gleich vier Kisten ein,
Dortmund bringt die 2-Tore-Führung nicht heim,
Gleich 33 Mal ließen es die Vereine insgesamt knallen.

Im Tabellenkeller müssen sich rumplagen
Die beiden Erstligateams aus Schwaben,
Beide haben noch gar keinen Sieg gefeiert.

Die Bayern genießen an der Spitze die Stille,
Am Dienstag hat sogar der Schweini die Pille
Durch die Beine von Wolfsburg Benaglio geeiert.

Saison-Sonett: 4. Spieltag

Dortmund verliert Spiel Nummer zweiunddreißig.
Son trifft zwei Mal gegen den deutschen Meister
Kein Tor schießt allerdings Maximilian Beister.
Dabei waren die Schwarzgelben so fleißig.

Als Aufsteiger bisher alle Spiele gewonnen
Auch in Nürnberg drei Punkte klar gemacht
Somit sind die frankfurter Kicker der Eintracht
Den Bayern an der Spitze ganz nahe gekommen.

Torwart Fabian Giefer hat bisher wirklich alles pariert
Und darum noch kein einziges Gegentor kassiert.
Dank ihm hat Fortuna gegen Freiburg einen Punkt gewonnen.

Auf der Bank sitzt er eigentlich nur ungern, der Müllers Heinz,
aber jetzt steht neben der Bank ein Weber-Grill im Stadion Mainz
Bancé ist mir wie eine Gelegenheitsprostituierte vorgekommen.

Kling Glöckchen klingelingeling

17:42 Uhr – Gestern Morgen, Punkt sieben Uhr, habe ich mir ernsthaft überlegt, aus der Kirche auszutreten. Nun, das wäre wahrscheinlich ein Schritt, der weder mir noch der katholischen Kirche großartig schaden würde. Genau genommen würden wir beide sogar herzlich wenig davon spüren, schätze ich. Gut, ich zahle natürlich Kirchensteuer. Aber das ist bei meinem saftigen Gehalt ein monatlicher Betrag im Centbereich, mit dem ich gern den Erhalt der kulturell wertvollen Gotteshäuser und die caritative Arbeit der katholischen Kirche unterstütze. Aber gestern Morgen, Punkt sieben Uhr, als ich in meinem Bett lag und geschlagenen zehn Minuten lang ein monotones, aber lautes „Ding-Dong“ in den Ohren hatte, habe ich mir überlegt: Stellen die die Kirchenglocken ab, wenn ich aus der Kirche austrete? Ich befürchte nein.

Eine Alternative währe natürlich ein materialverschwendender Angriffskrieg. Wie ich einst im Geschichtsunterricht gehört habe, war es in Deutschland Anfang der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts – glockentechnisch – recht still. Die Glocken wurden nämlich eingeschmolzen und zu Munition weiterverarbeitet. Gut, im Nachhinein muss man wahrscheinlich zugeben, dass die Ruhe nur von kurzer Dauer und das, was später so alles vom Himmel fiel, wesentlich lauter war. Und stelle man sich vor, ein möglicher Krieg, beispielsweise gegen die muslimische Welt, ginge verloren – des Szenario ist ja von der großen Glockenruhe vor 70 Jahren bekannt – ich glaube so ein Muezzin vor dem Schlafzimmerfenster kann auch ganz schön nervtötend sein.

Außerdem hab ich mir bereits gestern Abend eine äußerst friedliche Lösung für zukünftige Wochenenden erdacht: Fenster schließen.

Saison-Sonett: 3. Spieltag

Das Siegtor gemacht in der letzten Sekunde
Dann raus aus dem Trikot und hoch auf den Zaun
Dafür durfte sich Huszti zwei gelbe Karten anschaun‘
Das heißt wohl aussetzen in der nächsten Runde.

Unter den Augen von hoher politischer Prominenz
Schlägt Dortmund zuhause Bayer mit drei zu null Toren.
Mainz hat ähnlich hoch bei Bayern München verloren.
In Fürth und Gladbach freuten sich die Auswärts-Fans.

Viel Kampf, wenig Spiel und am Ende keine Tore
Augsburg und Wolfsburg sorgten für wenig Furore.
Stuttgart holt in Düssendorf den ersten Punkt.

Hamburg verliert auch mit Neueinkauf Rafael van der Vaart.
Hoffenheims Wiese wird in Freiburg gleich fünfmal genarrt.
Die gute Nachricht: Die Tore bleiben eckig, der Ball bleibt rund.

Aber sowas von mediterran

17:29 Uhr – Der heutige Speiseplan war eigentlich ganz einfach: Salbei im balkoneigenen Kräuterkärtchen ernten und leckere Salbeispagetti kochen. Aber dann bin ich doch noch in den Supermarkt, weil ich noch Spezi gebraucht hab. Dort gab es reduzierte Krabben. Und Butter zum gehaltvolleren anrösten. Wieder zuhause hab ich auf meinem Balkon auch noch reife Tomaten gefunden. Und im Schrank Knoblauch und Chili. Das war vielleicht ein mittelmeermäßiges Festtagsmenü. Und als Nachtisch noch zwei Rippchen Ritter Sport mit Schoko-Creme-Füllung. Ich sags euch.

Saison-Sonett: 2. Spieltag

Zweiunddreißig Minuten lang gegen die Bayern geführt
Da hat sich Stuttgart schon fast als Sieger gesehen
Vor Müller und Kroos die Partie ganz schnell drehen.
Am Schluss werden die Schwaben sogar mit 1:6 düpiert.

Auch Hannover schenkt Wolfsburg einige Tore ein
Ein lockeres 4:0 springt am Ende  für die 96er raus
Neuzugang Huszti legt dabei alle Tore auf.
4:0 siegt Frankfurt auch bei der TSG Hoffenheim.

Aufsteiger Fürth gewinnt zum ersten Mal in Liga eins
Das goldene Tor macht Felix Klaus gegen Mainz.
Hamburg verliert in Bremen das Spiel um den Norden.

Dortmund lässt Punkte liegen beim Club in Franken
Trainer Klopp will sich dafür beim Schiri bedanken.
Bei Düsseldorf gegen Gladbach ist mir langweilig geworden.