Brasilien 2014Wort zum Tag

Kulinarischer Kader

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12:30 Uhr: Pünktlich zur vorläufigen Nominierung des deutschen Kaders für die anstehende Fußball-Weltmeisterschaft möchte ich an dieser Stelle gerne nochmals den sehr weltmeisterlichen WM-Kader der Italiener aus dem Jahr 2006 heraus kramen. Gutes Gelingen!

Buffon (Speisepilz)
Der Buffon wächst unterhalb der toskanischen Erde und lebt in Parasitismus. Buffons werden im Frühherbst gestochen und sollten innerhalb der nächsten drei Tage verzehrt werden.

Grosso (Auflauf)
Wie der Name schon verrät, ist der Grosso eher etwas für den großen Hunger. Der rustikale Hackfleisch-Auflauf ist eine Art der allseits bekannten Lasagne, in der mehrere Fleischsorten in getrennten Schichten gebacken werden. Seinen Ursprung soll der Grosso in der abruzzischen Adriastadt Chieti haben.

Cannavaro (Pferdesteak)
Bei Tierschützern ist das Cannavaro recht umstritten, unumstritten ist es jedoch eine der größten Spezialitäten auf Sizilien. Meist wird das innen noch blutige Steak zu einer kleinen Pasta-Beilage und einem Iaquinta gereicht.

Gattuso (Hartwurst)
An der Gattuso scheiden sich die Geister der Feinschmecker: Viele halten die mit Fettstückchen gespickte Wurst lediglich für den Abfall der Schlachtereien, anderer wiederum können sich eine Siesta ohne die Hartwurst aus Kalabrien kaum vorstellen.

Gilardino (Eis-Dessert)
Nix für Penible! Wer ein echtes Gilardino essen will, sollte unbedingt eine Serviette bereithalten. Der „Gilo“, wie er liebevoll genannt wird, wird mit den Fingern gegessen. Das extrem süße Dessert gilt als Kellnerschreck, da die wabbelige Süßspeise über wenig Haftung verfügt und oft vom Teller fällt.

Iaquinta (Kräuterschnaps)
Was gibt es nach der Mahlzeit Schöneres, als ein Gläschen echten Iaquinta? Der rustikale Kräuterschnaps wird im Piemont meist privat und ohne Lizenz destilliert. Deshalb Obacht: Es gibt große Qualitätsunterschiede, nur Flaschen aus offizieller Produktion akzeptieren. Nur im privaten Kreis besser nicht nach der Herkunft fragen. Der Gastgeber könnte sich beleidigt fühlen.

Camoranesi (Reibkäse)
Noch heute wird darüber gestritten, ob der Camoranesi wirklich in Italien erfunden wurde. Experten rechnen den eher faden Reibkäse der südamerikanischen Küche zu. Der Camoranesi ist jedoch nicht mit dem weltberühmten Parmesan zu vergleichen, da er nicht ganz so trocken ist und seine Farbe je nach Reife von dunkelgelb bis ocker reichen kann. Zu finden ist er zum Beispiel auf den Zambrottas.

Zambrotta (Ciabatta)
Ein beliebter Snack, der recht schnell zubereitet ist. Auf aufgeschnittenes Ciabatta wird eine Paste aus Schinken, Salami, Champignons und natürlich Käse gestrichen und anschließend gebacken. Kann man kalt oder warm genießen!

Pirlo (Sekt)
Großer Beliebtheit erfreut sich der Pirlo vor allem bei der weiblichen Jugend und in der Schwulenszene. Der perlende Sekt aus der Lombardei ist zwar Vielen zu süß, preislich aber seit Jahren konkurrenzlos.

Bonucci (Süße Gnocchi)
Dieser Geheimtipp aus Mittelitalien spaltet die Feinschmecker: Nach deftigen Gerichten werden hier als Dessert gerne karamellisierte Gnocchi mit Vanillesauce gereicht. Auf jeden Fall eine Kalorienbombe!

Montolivo (Olivenpaste)
Wie der Name es schon vermuten lässt, handelt es sich bei Montolivo um eine Paste aus reifen, schwarzen Taggiasca-Oliven Liguriens. Köstlich an Fleischgerichte oder als Füllung, aber auch als Brot-Dip.

Cassani (Snack)
Die Cassanis sind ein längliches Salzgebäck, das seinen Ursprung vermutlich im Dorf Borgomanero im Piemont hat. Gerne wird dieser Snack bei Weinproben geknabbert, da sein nicht vorhandener Geschmack das Aroma der Weine ideal neutralisiert.

Maggio (Kräutereintopf)
Der Maggio ist ein typischer Kräutereintopf der nach seinem Herkunftshort Montecchio Maggiore in Venetien benannt ist. Neben Salbei, Oregano, Chiliflocken, Gerstengraupen und Tomaten gehören auch Kalbfleisch und Camoranesi in den Maggio.

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