Gschnaidt

11:59 Uhr – Da ich weiß, dass ich in Sachen Heimatkunde etwas Nachholbedarf habe, überrascht es mich nicht, dass es für mich in nächster Nähe noch einiges zu entdecken gibt (was alle anderen vermutlich längst kennen und totlangweilig finden). Gestern habe ich das Gschnaidt besucht, einen sehr kleinen Weiler bei Frauenzell. Oben stehen zwei kleine Wallfahrtskapellen und direkt daneben auf einer Waldeslichtung hunderte von Holzkreuzen. Die Sterbekreuze werden dort oben aufgestellt, wenn sie auf dem Friedhof nicht mehr gebraucht werden, weil der Grabstein fertig ist. Und in dieser Maße an diesem ruhigen Ort (und dann noch bei Regenwetter) sind sie echt beindruckend, wenn auch etwas makaber.

Beeindruckend ist auch der Wirt des Gasthauses zum Kreuz auf dem Gschnaidt. Obwohl ich nur ungefähr 10 Kilometer Luftlinie von dort das Sprechen gelernt habe, hatte ich anfangs Probleme, ihn zu verstehen. Scheint ein richtiger Eingeborener zu sein. Nach kurzen Anlaufschwierigkeiten kamen wir dann aber gut miteinander klar, was auch an der hervorragenden Vesperplatte gelegen haben mag.

An dieser Stelle würde jetzt eigentlich ein Aufruf stehen, schleunigst mal aufs Gschnaidt zu gehen. Aber ich weiß ja, dass ihr bestimmt alle schon dort gewesen seid.

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