Bier

Fensterputzaffe

14:30 Uhr – Lebensgefühl. Es kann so herrlich sein, sobald die Sonne endlich mal wieder scheint. Während  hinter mir der Fensterputzroboter meiner Eltern meine Wohnzimmerfenster reinigt, sitze ich erstmalig in diesem Jahr wieder ohne Jacke und mit Sonnenbrille in meinem orangenen Strandstuhl auf meinem Balkon und erfreue mich des Lebens. Mit einem echt feinen Bierchen.

Ein äußerst erfrischendes und wohlschmeckendes Corporate Monkey aus dem Hause Bier Factory Rapperswil aus der Schweiz. Im Glas sieht es unspektakulär aus, ein mattes Goldgelb und eher trüb mit grobem Schaum. Der Geruch ist nicht allzu intensiv, leicht nach Hefe und mit einer frischen Biernote. Das bestätigt sich auch beim Trinken: Eine ganz, ganz leichte Note von Zitrusfrucht, die aber so aufdringlich ist, dass das Bier noch nach Bier schmecken darf. Der Hefegeschmack ist markant, aber keineswegs unangenehm, er verleiht dem Craft Lager mit 4,8 Prozent Alkohol und 21 IBU das bestimmte Etwas. Sehr erfrischend ist es auf jeden Fall, genau das richtige für einen Frühlingsmittag im Liegestuhl. Während es zunächst kaum Herbe hat, kommt im Abgang eine dezente Säure, die aber absolut in Ordnung ist. Das gefällt mir sehr gut!

Ein paar Worte zur Flasche seien auch noch gesagt: Das Etikett der braunen Drittelliterflasche ist in einem sehr moderne Design gehalten: Schwarz, Weiß und Rot dominieren, neben dem Brauereilogo „BF“ sticht natürlich vor allem ein traurig dreinblickender Affe mit roter Sonnenbrille und rot-weiß gestreifter Krawatte heraus. Auf der Rückseite ist ein relativ langer, Englischer Text angedruckt, der beschreibt, wie cool dieses Bier ist und einem sagt, dass man kein trauriger Affe sein soll. Kann man machen, brauch ich jetzt nicht unbedingt. Interessant finde ich noch, dass angegeben ist, wann dieses Bier am besten ist: Zwischen 3 und 6 Monaten nach der Abfüllung. Jetzt ist allerdings schon Monat 11 nach Abfüllung, das Bier hat damit seinen geschmacklichen Tiefpunkt erreicht. Dafür ist es noch ganz schön gut. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wie das im Oktober geschmeckt hätte!

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