une marche au jardin du vin

21:41 Uhr – Ganz klar, andere Leute haben sicher aufregendere Hobbys, gehen am Feierabend Freeclimben, Felsenspringen, Feuerspucken oder gar Fahrradfahren. Ich nehme mir auch gerne auf dem Heimweg von der Arbeit eine Sporteinheit vor, stelle dann aber daheim fest, dass mir Sport jetzt irgendwie doch zu anstrengend ist. Ein bisschen Bewegung und frische Luft muss aber trotzdem sein – also mache ich einen Spaziergang. Wie besagt schließlich auch (angeblich, ich habe die Quelle nicht geprüft) ein altes chinesisches Sprichwort? „Die Schildkröte sieht mehr vom Weg als der Hase“ – oder Simon Fehr eben mehr als Usain Bolt. Doch auch wenn ich kein Sprinter bin, ein Ziel brauche ich trotzdem (Beim Thema „Der Weg ist das Ziel“ bin ich nicht immer einer Meinung mit Konfuzius). Und hier bin ich wirklich froh, dass ich wieder im gelobten Baden-Württemberg und nicht mehr im spießigen Bayern lebe – denn hier haben die Supermärkte entschieden länger auf. Netto und Lidl bis 21 Uhr – aber die beiden kenne ich schon und die Spazierstrecke ist keine Herausforderung mehr für mich (Bolt hat ja auch ab und an Lust auf die krassen 200 Meter). Also habe ich mir heute meinen großen Rucksack mit Pfandflaschen gefüllt und bin in Richtung Weingarten losspaziert. Auf dem Weg habe ich allerlei schöne und weniger schöne Häuser gesehen (fragt mal den Herrn Bolt, wie viele Häuser er in 9,58 Sekunden so sieht). Bis ich schließlich ein sehr großes und sehr hässliches Haus erreicht haben: Den Real-Supermarkt in Weingarten. Zu Fuß zum Einkaufen in eine andere Stadt – naja, okay – in Ravensburg und Weingarten jetzt vielleicht nicht so ein riesen Ding. Ich fand’s trotzdem ein kleines bisschen spektakulär und habe darum für euch ein Foto geschossen.

jardin du vin
Dieser Supermarkt liegt zu 0 Prozent in Frankreich – ich fand einen französischen Titel aber trotzdem schick.

Weil ich aber auf einem fiesen Berg wohne, hat es der Rückweg (mit gefülltem Rucksack) natürlich in sich. Da ich aber jetzt schon einige Wochen Ravensburger Spaziergangerfahrung habe, kenne ich inzwischen ziemlich gute Routen. Und ich bin natürlich dermaßen stark am Berg geworden, dass ich bei 12°C nur noch leicht ins Schwitzen komme. Und darum geb ich auf dem Heimweg Gas. Denn irgendwann will man den Spaziergang ja auch mal wieder beenden, daheim auf den Bürostuhl sitzen und das Erlebte aufschreiben.

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