Schade Deutschland

12:27 Uhr – Natürlich habe ich schon gewählt, schon vor Tagen per Briefwahl. Leider muss ich sagen, dass ich etwas von Deutschland enttäuscht bin. Auf der ganzen Welt sind wir für unsere Genauigkeit, unsere Effizienz, unsere Korrektheit und unseren Abneigung gegenüber improvisierten Lösungen bekannt. Und dann das: Der Wahlschein passt nicht in den roten Umschlag, in den er rein muss. Man muss ihn neu falten. Die Zeit, die das bei zig Millionen Wahlscheinen beim Ein- und auch beim wieder Auspacken kostet, läppert sich ganz schön. Zeit ist schließlich Geld, nicht auszudenken, was man mit den Steuern, die produktive Arbeit in dieser Zeit abgeworfen hätte, alles finanzieren könnte.

Außerdem habe ich natürlich kurz an mir gezweifelt, ob ich jetzt alle Zettel in den richtigen Umschlag und die richtigen Umschläge in die richtigen anderen Umschläge gepackt habe (Stimmzettel in den blauen Umschlag, blauen Umschlag und Wahlschein zusammen in den roten Umschlag, roten Umschlag in einen gelben Briefkasten der Deutschen Post). Man rechnet hierzulande ja gar nicht damit, dass ein amtliches Dokument eventuell noch nicht richtig vorgefaltet worden ist. Jämmerliche Zustände sind das.

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