Bier

Doppelt bitter

18:10 Uhr – Der Frühling ist da! Das Feierabendbier kann also endlich wieder auf dem Balkon genossen werden, darum eröffne ich hiermit nach einem Tag im Home-Office die Freiluftbiersaison. Ich tue das mit einem frühlingshaften Neumarkter Lammsbräu alkoholfrei, einem feinherben Bio-Schankbier. Die Flasche ist sofort als ein Produkt besagten Brauerei zu erkennen: Grün-weißes Etikett, schwarze Schrift und kleines Lämmchen auf einem Bierfass.

Das Bier ist optisch auch als alkoholfreies zu entlarven: Es sieht sehr, sehr dünn und klar aus. Was gefällt sind dagegen die sehr lebendige Kohlensäure und der üppige, stabile und äußerst langlebige Schaum. Es erinnert an ein Pils. In der Nase kommt nicht besonders viel an, lediglich eine traubenzuckerähnliches Süße lässt sich erkennen.

Diese Süße zeigt sich auch kurz im Mund, es wird aber schnell klar, dass das Bier damit nur eine falsche Spur legt. Sofort ziehen nämlich recht herbe Aromen von heimischen Bitterhopfen nach. Zuerst in einer sehr schönen Balance zur typischen Süße eines Alkoholfreien, im Abgang dann aber ganz schön wuchtig und einen Tick zu bitter. Noch Minuten nach dem Trinken sitzt der Geschmack von bitteren Kräutern auf der Zunge. Obwohl ich ja herbes Bier sehr schätze, stört mich das hier doch sehr. Das ist zu viel des Guten und nimmt dem spritzig-leichten Bier leider die Süffigkeit.

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